Sporrenköpse waren in ganz normalen Zustand«: und nirgends ange-griffen, wie dies aus dein Laufe des Flusses sich deutlich erkennen ließ.Die Wirkungen des Hochwassers an den Wahren kennten um so besserwahrgenommen wer:e», da das Wasser bereits um 5? gesunken war.Aus dem Depot von Holz und Rindesplittern, die das Hochwasserjedesmal mitbringt, konnte man mit Sicherheit ersehen, daß das Ni-veau desselben eine auf dieser Strecke noch nie dagewesene Höhe er-reicht hatte. Diese auffallende Erscheinung findet ihre Erklärung indem Umstände, deß sowohl die Rhone als auch die Vispe bei ihremZusammenfluß gleichzeitig außerordentlich hoch angeschwollen waren, ohnedaß die täglichen, zu verschiedenen Stunden erfolgenden Schwankungendes NiveauS der beiden Flüsse eingetreten wären, und daß der Schutt-kegel der noch nicht eingedämmten und eben so wenig mit Thalsperrenversehenen Lonza sich in letzter Zeit unverhältnißmäßig weit vorgeschobenhatte, wodurch der regelmäßige Abfluß des Hochwassers gehemmtwurde.
Auf der nämlieben Strecke bemerkte ich auch, daß die Kanäle mitklarem Wasser überfüllt und sonst trockene Felder mit eben solchemWasser gesättigt waren. Die Straße war einzig zwischen Schnydrigeuund Kreuzstadel während einiger Stunden des Tags einige Zoll hochunter Wasser gesetzt, weil mau in den Wuhren beim Eonus von Schnv-drigen eine Oeffnung lassen mußte, um die Sikerwasser wieder in dieRhone abzuleiten; durch diese Oeffnung drang natürlicherweise dasRhonewasser rückwärts, wodurch die obern Gewässer gestaut wurden.Da dieses Wasser trüb war, so legte der zurückgelassene Niederschlug anden Gesträuchen Zeugniß ab, welche Höhe die Rhone erreicht hatte undwie weit sie rückwärts gedrungen war.
Die Vispe, die während des Sommers, wenn nicht zu einemgrößern, so doch zu einem eben so großen Fluß anschwillt, als dieRhone , hatte am 24. Juli bei der Brücke von Vispach eine die Ort-schaft bedrohende Höhe erreicht, indem unter derselben kaum noch einfreier Raum von I blieb. Diese Besorgnis! erregende Höhe erklärtsich daraus, daß oberhalb der genannten Brücke noch keine Spur vonEindämmung sich vorfindet und die Vispe hier sich auf 5)00 bis 700^erweitert, wodurch diese Stelle zu einem wahre» KieSfaug wird. DieseErweiterung des Flußbettes ist um so fataler, da der Wildbach unterder Brücke in einem Winkel von 120" die Richtung seines Laufesändert. Schon bei diesem ersten außerordentlichen Hochwasser war alsoder so oft heimgesuchte Flecke» von zwei Seiten der Zerstörung ausge-setzt: einerseits von der Vispe und andererseits von der Rhone .
Die neuen Arbeiten von Siders fand ich im besten Zustande. Vonvorzüglicher Wirkung waren hier besonders die letztes Frühjahr unter-