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Die Berichte der Expertencommissionen über die Ursachen und den Betrag des durch die Ueberschwemmungen in Jahr 1868 in den Cantonen Uri, St. Gallen, Graubünden, Tessin und Wallis angerichteten Schadens
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noch vorn Bunde eine Unterstützung bekäme, sodann iveil die Rhone unbedingt eingeengt und gerade gelegt werden muß, damit sie ihre nor-male Tiefe annehme und nicht so gefahrdrohend dahinfließe, wie bisher,wo sie mit ihrem Hochwasser unmittelbar an der Kantonsstraße 8 Fußhöher steht als diese selbst.

Diese größere Arbeit wird einen beträchtlichen Theil des Jahres-büdgetö in Anspruch nehmen und dem Kanton um so schwerer fallen,weil er laut Gesetz an diesen Durchstich einen Dritttheil zu bezahlen hat.

Der Einbruch vorn 17. August auf dem linken Ufer der GemeindeNaron erweiterte sich bis auf 480 Fuß, trotzdem die Gemeinde dieselbemit Faschinenholz und Stein geschlossen hatte. Diese bedeutende Er-weiterung ist wie die ursprüngliche Bresche besonders dem auf dem gegen-überliegenden Ufer sich in schräger Richtung dem Strom entgegensetzen-den Weißgeplätt zuzuschreiben. Wenn Raron gegen fernere Einbrüchegeschützt werden soll, so muß die Korrektion der Rhone unterhalb diesesFelsens von der Gemeinde Baltschieder ohne Aufschub an die Handgenommen werde»; denn wenn auch jene Bresche geschlossen würd, so'bleibt die Stelle doch fortwährend dem Anprall der Strömung ausgesetzt.

Auch der Einbruch auf dem rechten Ufer unterhalb der Brücke hatsich erweitert. An dieser Stelle erfolgte schon im Jahr 1866 ein Ein-bruch, weil die Arbeiten damals noch schwach und unvollendet w>rren.Daß diese Einbrüche jedesmal beträchtliche Dimensionen annehmen, istdem Unistand zuzuschreiben, daß die Ufer hier einen Winkel bilden undso das Wasser von der linken nach der rechten Seite geleitet wird.Man hat das linke Ufer aus Oekonvmie so belasse» ; es wäre abergewiß weit ökonomischer gewesen, die Brücke zu verlängern und denWinkel zu korrigiren. Während der Uebcrschweinmung vorn 6. Oktoberwar zudem an dieser Brücke eine größere Stauung zu bemerken als sonst,indem das Wasser oberhalb der Brücke über die Krone der Arrierebordefloß, während es unterhalb derselben in den Dämmen blieb.

Der Einbruch von Niedergestelen blieb auf völlig gleichem Sta-dium wie am 17. August. Durch das hinter den Wahren fließendeWasser haben die Arriereborde stark gelitten.

In den Konsorte» Schnydrigen haben sich die Breschen vorn >7.August etwas erweitert; der Schaden ist jedoch nicht von Belang.

Ebenso haben auch die Einbrüche in der Gemeinde Steg eine Er-weiterung erlitten, die indessen nur oberflächlich ist und die Fnndationennicht angegriffen hat. Auch die Arriereborde sind auf der Rückseite etwasbeschädigt worden.

Bevor ich mit der Aufzählung deL SchadenS fortfahre, sei hierdie Thatsache konstatirt, daß das Rivean des Hochwassers vorn 8. Ok-tober an der Gainpelbrücke höher war, als das voi» 17. August. Der