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ken ist eine alltägliche aber nichts destowenigcrsehr bemerkenswerthe Eiseheinung, deren Beob-achtung in ihrem mannigfachen Wechselspiel denV. oft ganze Stunden unterhalten hat. Mehr wieeinmal sähe ich lange nicht schwere Wolkenzüge,welche in der Richtung einer Gebirgskette vomWinde geführt wurden, im Hinscliweben über der-selben Scheitel alle ihre Ans- und Einbeugungen,ihre ganze gezahnte Gestalt bis auf die geringsteKleinigkeit der Auszackung annehmen , und zu die-ser schnellen und treuen Abbildung der ganzenFelsenphysionomie wurde jede neu ankommerideWolke unaufhörlich gezwungen. Die Seefahrerwissen sehr wohl, dafs jede Insel, selbst jedes weitliervortretende Vorgebirge eines festen Landes einesolche Anziehung ausübt, dafs ihre Wirkung sichöfters auf den Gärig des Schiffes schon äussert,eite nur Insel und Vorgebirge von den Matrosenerblickt vvfrd, und dafs dadurch sehr oft das Schiffwider alle Absicht und Anstrengung des Seehaupt-manns aus seiner Richtung abgebracht und immermehr und mehr angezogen wird, weswegen die end-liche glückliche Dublirung eines Kaps stets grofsaFreude unter der Schiffsmannschaft verbreitet. Soll-ten diese Erscheinungen nicht auch magnetischerNatur seyn ?
Auch in dem Pflanzen- und Thierreich zeigensich galvanische und elektrische Erscheinungen.Säulen, welche aus Scheiben Mercttig, rochen Hü-ben und Holzplatten , oder aus Fleisch- und Ge-hirnscheiben aufgebaut sind, zeigen die Wirkun-gen des galvanischen Fluidums eben so wie die ausMetallplatten. Wie mächtig sich die Holzkohle in