169
6. Auf der Badischen Staats-Eisenbahn wurden imJahr 1846 260,000 Reisende und nahe zu 50,000 Ton-nen Güter transportier, d. h. 335,000 Reisende durch-schnittlich. Die entsprechende Anzahl Züge, in denenwir einen ziemlich starken durchgehenden Verkehr nichtunberücksichtigt lassen können, beträgt 4800, die mittlereLadung zu 70 Reisenden angenommen, somit stellen sich dieBetriebsausgaben, der Zug zu 2 frz. Fr. 16 C., auf10,400srz. Fr. Diese Kosten betrugen aber bloß 9000 frz. Fr.
Während nun nach den fünf ersten, sehr verschiede-nen Beispielen, denen wir noch mehrere andere beige-fügt haben würden, wenn es Zeit und Raum gestattethätten, die Art und Weise unsers Verfahrens für dieBerechnung der Betriebskosten, als ziemlich zuverlässigangesehen werden darf, scheint Las letztere Beispiel un-sere Methode, als zu starke Resultate herbeiführend, be-zeichnen zu wollen. Es ist dieß noch für mehrere deutscheBahnen und auch für die Sektion Zürich-Baden derFall, deren wohlfeiler Betrieb nur einer wohlverstande-nen, sorgfältigen Leitung, namentlich dem Umstände zu-zuschreiben ist, daß die Direktionen dieser Bahnen soviel als möglich darauf hinzielen, die Ladung der Zügezu verstärken, d. h. von der Maschine den größten Nutz-effekt zu ziehen und somit die Ausgaben für jeden ein-zelnen transportieren Gegenstand zu reduzircn. Wirhaben selbst die Ueberzeugung, daß je länger, je mehr,die Betriebskosten auf allen Eisenbahnen etwas abnehmenwerden, nämlich durch Verbesserung der Maschinen, durchsorgfältige Unterhaltung derselben und des ganzen Ma-terials, durch Gcschicklichkeit der Führer, durch Ab-nahme der Unterhaltung des Unterbaues, durch Verein-fachung der Administration u. s. w. Aber wir wolltenuns hier nicht an das möglich zu Erwartende, sondern