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1855 in Bregenz zusammengetreten, um auf Grundlage einerneuerlichen Lokaluntersuchung des Rheinstromeö längs der k. k.österreichischen und der eidgenössischen Landcsgränze, dann deranstoßenden, den Ueberschwemmungen und Verheerungen aus-gesetzten beiderseitigen Grundflächen, wie auch der bis jetzthieran ausgeführten Schutzbautcn, ein motivirtes technischesGutachten abzugeben, ob und in welcher Art die seit Jahrenin Verhandlung schwebende Regulirung des Rheins und ins-besondere seine kürzere Ausleitung in den Bodensec im InteresseOesterreichs und der Schweiz nochwendig ist und in Ausfüh-rung zu bringen wäre; dann welchen Zeit- und Bauaufwanddiese Nhcinkorrektion in Anspruch nehmen würde; endlich inwelchem Verhältnisse die beiderseitigen hohen Staaten zu denersten Anlage- und den künftigen Erhaltungskosten mit Rück-sicht auf die denselben hieraus erwachsenden Vortheile beizu-tragen hätten, worauf schließlich in das Kommiffionsprotokollauch noch der Entwurf einer Punktation aufzunehmen ist, welcheals Basis für einen diesen Gegenstand beireffenden Vertragzwischen den beiden hohen Regierungen dienen könnte.
Diesen hohen Weisungen entsprechend, haben die Gefer-tigten vom 19. bis 21. November mit Zurhandnahme der Si-tuations- und Niveau-Pläne, dann in Begleitung der k. k. öster-reichischen Bezirks-Jngenieure von Feldkirch und Bregenz diegemeinschaftliche Bereifung des Rheines und der fürstlich Liech-tenstein'schen Gränze bei Bangs bis in den Bodensee vorgenom-men, Hiebei die beiderseitigen Uferschutzbauten (hier im Landeund somit auch in den amtlichen Verhandlungen allgemeinWuhren genannt) nebst den anstoßenden Gründen besichtigt,endlich auch die beiden Seebuchten am Niedcrried und beiFußach untersucht.