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Bericht an den hohen schweizerischen Bundesrath über die Untersuchung der schweiz. Wildbäche, vorgenommen in den Jahren 1858, 1859, 1860 und 1863 / [Karl Culmann]
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428 12. Die Wildbäche des Kantons Wallis .

Alles, was weiter unten auch von den Bauten an derRhone gesagt werden wird.

197. Die Tu rtmanne.

Weniger bedeutend als die Bisp ist die Turtmännc.Sie tritt mit einem schönen Wasscrfall von 23 Meter Höhein das Rhoncthal. Das Riff und der vordere Theil desTnrtmännethaleS besteht aus Kalkstein, während der mitt-lere und Hintere Theil des Thales aus Gneis besteht; daunter 100 Blöcken, die vor dem Wasserfalle liegen,höchstens 3 oder ck aus Gneis bestehe», so kann manschließen, daß nur sehr wenig grobes Material aus demHintern Theile des Thales über das Felsenriff gerolltwird. Da nun das Thal sehr wenig bewohnt ist und nursehr wenig Wiesenbodcn hat, so dürften sich Bauten ober-halb des Riffes kaum lohnen. Höchstens dürften einigeSchwellen an der Stelle angebracht werden, wo circa 4Kilometer oberhalb Tnrtmann der linkseitige Bergesabhangbegriffen ist.

Gleich unterhalb dcS Falles beginnt der Schuttkegel,der circa 2^° Gefall, l Kilom. Rad. hat und sich sehrgleichmäßig erhöht. Es wurde uns ein altes Haus von1653 gezeigt, zu dessen Thürschwellc man früher mittelst3 Stufen hinaufstieg, während man jetzt hinabsteigt, wasinnerhalb dieser Zeit einer Erhöhung von 80 bis 90 Ctm.entsprechen würde.

Das Material dieser Erhöhung ist feiner, schlammigerKies, während die Tnrtmänne selbst noch Geschiebe biszu 3 und ck Cnbikdecimeter führt, und scheint daher nurvon frühern Ueberschwemmnngen und von neuerem Aus-räumen des Bachbcttes herzurühren.

Die circa 5 >/2 Meter breite Tnrtmänne wird hiersehr zweckmäßig behandelt. Durch jährliches Auslesen und