Band 
Zweiter Band.
Seite
4
JPEG-Download
 

liclikeit , dass man an einigen Orten Elephanten-(Mammuths-) Knochen entdeckt hat , welche noch ®mit Lappen von Fleisch und andern Weichgebildenbekleidet waren. Die allgemeine Meinung des Volkesin Siberien, dass man Mammuthe mit frischem undblutendem Fleische ausgegraben habe, ist eine Lieber- Ultreibung. Aber es gründet sich solche auf die Tliat- 1Sache, dass man zuweilen an diesen Tliieren nochFieischtheile findet, welche sich durch den Frost er-halten haben. Isbrand-Ides spricht von einemKopfe , dessen Fleisch verdorben und von einem ge-borenen Fusse in der Grösse eines Menschen vonmittlerer Statur, und Johann Bernhard Müllervon einem Stosszahn, dessen Höhlung mit einer demgeronnenen Blute ähnlichen Materie erfüllt war.

Wir sagten in der ersten Auflage dieses Werkes,dass man vielleicht an der Wahrheit dieser Umständezweifeln könnte , wenn sie nicht durch eine ganz wi-derspruclilos gestellte Thatsache ähnlicher Art bestä-tiget wären, nämlich durch das im Jahr 1771 beimWilluji-Flusse ausgegrabene Rhinoceros, welches nochsein Fleisch , seine Haut und Haare hatte, und wo-von uns Pallas eine umständliche Beschreibung ge.geben hat. Kopf und Füsse werden noch in Peters­ burg auf bewahrt *).

Dieses merkwürdige Wesen wurde im gefrornenSande des Willuji-Flusses, der sich in die Lena er-