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Bon den steinernen Brücken.
im dritten Theile seiner Wasserbaukunst acht verschie»dene Curven verzeichnet, wovon die Hyperbel die kleinsteund die Cassinoide die größte Fläche des Querschnittes giebt.Ein Brückengebäude darf aber keine schädliche Anschwellungdes Wassers veranlassen, sondern es muß durch seine Oeff«nung alles Wasser, wo möglich, fast eben so schnell abflie-ßen können, als selbes vor Erbauung der Brücke bei denhöchsten Fluten abfloß. Je weiter also die Brückenöffnungensind, und je geringer die Anzahl der auf dem Boden ge-gründeten Stützen der Brücken, und je geringer das Maaßder Breite solcher Stützen ist, desto eher wird der eben er-wähnte Zweck erreicht. Je niedriger ferner diese Ocffnungenim Vergleiche zum höchsten Wasserstande sind, desto mehrwird eine bequeme Anlage der Brückenstraße, desto mehr diehöchst nothwendige Oekonomie, Ersparung an Material undan Kräften bewirkt, vorausgesetzt, daß keine hohen Ufer undkeine hohe Lage der Landstraße eine größere Höhe der Brückefordern. Wegen der leichten, sichern und gefahrlosen Ab-führung des Hochwassers hat man indeß die Regel aufge-stellt, den Brückenbogen immer so hoch zu machen, daß inder Höhe des höchsten Wasserstandes die Sehne des Bogensnoch ungefähr £ von der größten Bogenweite beträgt. EineBrücke muß aber auch hinlänglich fest und dauerhaft seyn,um nicht nur dem Gewichte und Drucke ihrer eigenen Masse,sondern auch den Lasten und gewaltigen Erschütterungen,welchen sie ununterbrochen ausgesetzt ist, den kräftigsten Wi-derstand zu leisten. Daher muß man bei der Wahl derWölbungslinie darauf sehen:
1) daß die Brücke eine leichte , sichere und gefahrlose Ab-führung der Hochgewasser gewähre;
2) daß sie die größte Festigkeit erhalte, welche eine solcheLinie für die Construction vermöge der Natur ihrerKrümmung giebt;
3) daß der Bogen leicht und bequem auszuführen;
4) daß die Krümmung der Bogen möglichst gleichförmig,und endlich