Von den steinernen Brücken.
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der höchsten Stelle mitten über der Marachia 400' hoch.Es ist von sehr hartem Steine erbaut, und besteht nochheut zu Tage in seiner ursprünglichen Form. Die von Ga-leazzo Visconti im Jahre 1400 nach der sogenannten neu»gothischen Architektur erbaute bedeckte Brücke von Pavia über den Ticino, deren architektonische Form Fig. 18 ineinem Aufrisse dargestellt ist, ist 600' lang, 70' breit, 108'hoch, und hat 7 gothische Spitzbogen, wovon ein jeder 66'weit und 60' hoch ist. Die Bedeckung der Brücke bestehtaus mehreren Stockwerken, zu welchen man auf Treppengelangt, die an beiden Enden der Brücke angelegt sind.Die Hauptmasse des ganzen Gebäudes ist aus Ziegelsteinenaufgeführt. Zwischen den Bogenschenkeln sind große Brücken-augen nach der Form eines krummlinigen, gleichschenklichenDreiecks angebracht, welche, mit dem Bogen harmonisch an-geordnet, dem ganzen Werke ein ungemein leichtes und schö-nes Ansehen verschaffen und dem Abflusse der Hochgewässergroße Oeffnungen darbieten. Die kleinen Säulen, welcheauf jeder Seite der Brückenstraße in doppelter Reihe dieGewölbe der bedeckten Gänge für die Fußgänger unter-stützen, sind von farbigem Marmor, ihre Häupter aber undihre Fußgesimse von weißem Marmor erbaut. Von glei-chem Stoffe sind auch die Balustraden, und über den Ge-wölben sind Arabesken mit Vergoldungen auf blauemGrunde. Von dieser Brücke gibt Dur and in seinem Re-cueil etc., Pl. 23, einen Aufriß und Querdurchschnitt.—Die Brücke von Barbaruh über den Senderuth inIspäh an soll nach dem Berichte der Reisenden 2250 pa-riser Fuß Länge, 156' Breite und 120' Höhe haben. Sieruht auf 20 ein - und ausgeschmiegten Spitzbogen, so-genannten Wellenbogen, von welchen jeder 50' weit ist.Fig. 20 A und B stellt eine geometrische Ansicht einesTheils der Brücke nebst einem Querdurchschnitte derselbendar. Die Pfeiler haben die Hälfte der Bogenweite zurBreite und sind mit Vor - und Hinterhäuptern versehen,die sich in Gestalt eines wagerecht und senkrecht abgeschnit-Gudme Wasserbaukunst. III. 3