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Erster Abschnitt.
und Sonne, und erlaubt dabei dem Wanderer die freund-liche Aussicht des Gewässers und der rings umher liegendenGegenden. In heißen Himmelsstrichen können jedoch Be-deckungen der Wege vor den brennenden Sonnenstrahlenschützen. Die im Jahre 1764 erbaute Brücke über den Kan-del im Canton Bern in der Schweiz , deren ConstructionFig. 29 im Aufrisse darstellt, ist eine bedeckte Brücke mitHänge - und Sprengewerk über einer Oeffnungsweite von156'. Wegen der hohen Ufer und der dadurch möglich ge-wordenen steilen Stellung der Streben ist diese Brücke vielleichter und einfacher, als die Rheinbrücke von Schaff-hausen . Wenn auch hohe User eine steilere Stellung derSprengstrcben erlauben, so darf man einem Hängewerk je-doch nicht über 150' Jochweite geben. Ist eine größereOeffnung nöthig, so errichte man Joch - oder Mittelpfeiler;denn bei einer Jochweite auch nur von 100' wird der Stromdurch erstere fast gar nicht, und durch Errichtung dünnerMittelpfeiler nur sehr wenig beengt. Soll aber durch-aus eine Oeffnung von 3 — 400' mit einem einzigen Bo-gen überspannt werden, so muß man, wenn die Uferhöhees erlaubt, eine hölzerne Bogenbrücke anordnen. DieseBauart bietet den großen und reißenden Flüssen solche weiteProfile dar, die der Fluß - und Schifffahrt nicht hinderlichsind, so wie sie den Eismassen einen ungestörten Abfluß ge-statten. Die Hängewerke erfordern viel Holz; die Joch-brücken erschweren die Schifffahrt, verursachen Eisstopsun-gen, Ueberschwemmungen und jährlich große Ausgaben; dieSprengewerke gestatten keine großen Oeffnungen und bietendaneben den vom Strome mitgeführten Wurzeln, Stauden-werken, Bäumen, so wie dem Eisgange, ein großes Hin-derniß dar, daher die Bogenbrücken, deren Bauart allennöthigen Erfordernissen entspricht und die Nachtheile ver-meidet, welche jene Bauarten mit sich führen, den Vorzugvor allen andern Arten verdienen, wo es die Localität er-fordert, wenn sie nicht außer den Unvollksmmenheiten, wel-che von allen bisher angewendeten großen Holzconstructionen