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Bon den hölzernen Brücken.
§.19. Die Jochwände, Brückenjoche, auch Jochegenannt, heißen einfache, wenn sie aus einer Reihe parallelmit der Stromrichtung an einander eingerammter Pfählebestehen. Die Breite solcher Joche ist nicht bedeutend. Umihnen die hinlängliche Festigkeit zu verschaffen, wenn sie Eis-gängen zu widerstehen haben, soll ihre Länge nie unter 21'seyn, damit wenigstens neun Pfähle 2 ¥ weit von Mitte zuMitte von einander die Lange einer Jochwand bilden. DiesePfahle sollen so tief in den Boden eingetrieben werden, daßdiese Tiefe wenigstens 6' mehr als die große Wassertiefebeim Eisgange beirägt.
Zur Erläuterung der einzelnen Theile, aus welchen einegemeine Pfahl- oder Jochbrücke besteht, dient die Fig. 31A, B, C, welche eine solche Brücke im Grund-, Auf- undDurchrisse darstellt, deren Joche aus einer Reihe von Pfählenbestehen, aaa sind die Jochpfähle, wozu man Eichen-oderNadelholz, welches letztere niemals unter 12" stark seyndarf, nimmt. Sie werden wenigstens 3' über dem höch-sten Wasser in einer Horizontalebene abgeschnitten. Aus die-sen verzapft man die Kronfchwelle bb, und schraubtfest an dieselbe mit durchlaufenden Bolzen die Gurthöl-zer cc, welche für die Pfahle 4" eingeschnitten sind. DerZwischenraum von einer Gurtung zur andern wird mit3 — 4zolligen eichenen Bohlen belegt. In die Kronfchwellewerden 3 -—4 Zoll tiefe Einschnitte für die aus Nadelholzzu machenden Straßentrager (Träger, Brückenruthen,Brückenbalken, Tramen) cl cl, welche durch die aus Fichten-holz zu machenden Deckschwellen ee, die für die Stra-ßentrager 3—6" tief eingeschnitten und mit der Kronfchwelledurch 3 Bolzen e', c', e' verschraubt sind, verspannt wer-den. Die Brückenbahn wird durch einfache Szollige eicheneBohlen 1, f, (, wenn die Passage stark ist, mit einer zwei-ten Lage von dreizolligen Bohlen bedeckt, die fest auf dieStraßenträger genagelt werden. Die Saumschwellen88 (Fußbäume, Brückenschwellen), von 8 —10"Buchenholz, werden entweder bündig, wie in 11, auf dieGudme Wajferbaukunst. III. 4