hung der Erde um die Sonne falsch, so müssen auch un-sere Schlüsse über das Eintreten der Mond- und Sonnen-finsternisse, der Erscheinung der Cometen u. s. w. falschsein — und wenn ungekehrt diese zutreffen, so muß auchunsere Rechnungsbasis richtig sein!
Wir haben nachgewiesen, daß unsere Gebirgsfiüsse wieRhein , Linth , Tessin , wir können hinzufügen Rhone , Reußu. s. w. Geschiebe führen und zwar massenhaft, erschreckendviel. Wir haben nachgewiesen, daß die Aare mit ihrenZuflüssen in Betreff der Geschiebsquellen, in keiner günsti-geren, wohl aber in ungünstigerer Lage ist, als alle ange-führten Ströme, da sie ihre Quellen und Runsen in denverwitterbarsten und schlipsrigsten Gebirgsbildungen hat -warum sollte denn die Aare in der Gcschiebsführung ohneGrund eine Ausnahme machen? Wir haben gezeigt, daßeinzelne Zuflüsse der Aare von fertigen Schlipfen undBrüchen her Millionen von Kubikfußen in das Aarenbettwerfen können.. Verdaut denn die Aare diese Geschiebs-massen ohne eine Spur zu hinterlasse», oder gehen dieselbenin Dunst auf? Hat nicht die Aare unter ähnlichen Ver-hältnissen, wie die jetzigen, bis dahin das Aarkhal gebildetund mit ihrem Geschiebe bis zu seiner jetzigen Höhe aufge-führt? Hat sie nicht in weniger als einem Menschenalterganze Marchungen bester Felder zwischen Aarberg undBüren weggerissen, und dieselben durch Gerölle und Sandersetzt und dadurch eigentliche Steinwüsten geschaffen? Nurzwischen Dotzigen und Meinisberg einzig hat sie vom Grien,dem Hägni, den Fahrmatten und der Allmend der Ge-meinde Büren , dann der Bürinsel, dem Meienriedhölzli,den Meienried - und Safnernfeldern in weniger als einemMenschenalter über 1000 Mill. Kubiksuß Humus, Lehm rc.weggerissen und dem Rhein und Meere zugeführt, „umdort," wie Herr Ochsenbein höhnisch sich ausdrückt, „Deltasvon seltener Fruchtbarkeit zu bilden," und die Lücke durch