Aarkorrektion und der wundervolle Mechanismus von Meien-ried gehören gleichmäßig in das Gebiet Ochsenbein'scherPhantasien.
III. L. Tieferlcgung der Seespiegel durch Tieferleguugdes gegenwärtigen Zihlbcttes, nach Ochsenbein.
Die Zihl und ihr Laus soll beibehalten, die Flußsohleaber soll tiefer gelegt werden, so daß sie vom Ufer desBielersees auf 87,32Z in Meienried auf 78,82^ zu stehenkäme. Das Gefall der Sohle würde dann also
— ßMjo — oder 0,23 per AOlle betragen.
Man hat es nun ganz in seiner Gewalt, die Sohleder Zihl am Bielersee anzulegen, wie man will, und wirnehmen deßhalb die Ochsenbein'sche Zahl 87,32 als ge-geben an. JrOMeienried verhält sich die Sache anders.Entspricht die Svhlentiefe von 78,82 der Natur der Sache,so wird sie bleiben; ist dieß nicht der Fall, so wird dieAare sich in's Mittel legen und die Svhlentiefe bestimmen,wie ihr Regime es erheischt. Der Fall der Zihl sohlest indeß so bedeutungslos, daß davon gar nichts abhängt,denn der Wasserspiegel richtet sich nicht nach der Flußsohle;der Wasserspiegel der Zihl wird von der Höhe der Seenund der Aare abhängen, das ist ein Gesetz der Hydrostatik,das selbst Hr. Ochsenbein nicht ändern kann.
Es ist nun Thatsache, daß die Aare in Meienried eine Höhe von 106,7iV erreichen kann (Januar 1802), daßsie im September 1831 die Höhe von 105,76 erreichte, daßsie Anno 1851 auf 102,05, Anno 1852 auf 101,15^ undendlich im Jahre 1864 am 11. Juni Abends 6 Uhr zurMaximalhöhe von 100^05 anstieg. Im Mai des Jahres1822 stieg die Aare dort in Zeit von 12,bis 15 Stundenum 22 Fuß 8 Zoll altes Bernmaß — 22,15^ Schweizer-
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