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Die Versumpfung des Seelandes durch Herrn General Ochsenbein und die Entsumpfung desselben durch Herrn Oberst Lanicca / nachgewiesen durch A. Kocher
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stände von 101,50' und noch höher. Der See steht indiesem Falle tiefer als die Aare bei Meienried , deren ge-wöhnliche Hochwasser dort auf 94,00 steigen. Der Seemuß und wird also um 7 Zoll sich erhöhen bis er sich insNiveau der gewöhnlichen Hochwasser der Aare gesetzt hat,und selbst die Aare wird zum Steigen des Bielersees einenTheil ihres Wassers liefern. Stehen der See und die Aareim Niveau, so findet hydrostatisches Gleichgewicht stattund der See kann immer noch kein Wasser abgeben undmuß deßhalb kontinnirlich in die Höhe gehen; ja, da derZihlkanal eines Gcfälles von nahezu 1 Pro Mille bedarfum seine 20!0Kubikfnß dem See per Sekunde abzunehmenund in die Aare zu liefern, so muß der See um etwa 3>/sFuß sich über den Aarenspiegel stellen, also eine Höhe von94/-j-3,5' 97,50' gewinnen! Dann erst, bei einemStande von 75,50' ist der neue Ochsenbein'sche Zihlkanalvermögend, die normale Kleinwassermasse der gegenwärtigenZihl in die Aare abzuführen.

Da nun die gewöhnlichen Hochwasser der Aare denganzen Sommer dauern, so dauert auch der Seestand,Schwankungen abgerechnet, von 97,50 den ganzen Sommer.Und das ist noch der günstigste Fall! Denn wenn dieAarenhochwasser in Meienried auf 95, 96, 97 u. s. w., jasogar auf 100' nnd 101/ und 106' ansteigen, so muß, beilängerer Dauer, der See sich über dieses Niveau stellenund bet nur kürzerer Dauer, annähernd diese Höhe er-reichen.

Günstigere Wirkungen auf die Seen würde Ochsen-bein's neuer Zihlkanal haben, znr Zeit, wo die Seen hoch,die Aare bei Meienried nieder steht. Diese Hochwasserständeder Seen treffen aber auf Dezember, Jenner , Hornung,und Merz, und für diese Wintersz ic ist es sehr gleichgültig,ob die Seen 2 oder 3 Fuß tiefer oder höher stehen.