Buch 
Versuch einer Beschreibung der vorzüglichsten Berg- und Hüttenwerke des Herzogthums Steyermark : nebst andern vermischten minearlogischen, berg- und hüttenmännischen Abhandlungen / B. Ignaz Ritter von Pantz und A. Jos. Atzl
Entstehung
Seite
286
JPEG-Download
 

286

merksainkeit des Gcognosten. Es sind jene jüngere Thon-schieferberge, die, wie wir sehen werden, oft größereGebirgsdisirikte einnehmen.

Wer Obersteyermark bereiset, wird gewiß die Be-merkung machen, das plötzlich der äußere Character derGebirge sich andere, und zwischen den pralligen nacktenKalkmassen allmählig ansteigende Berge schon in der Fer-ne kcnnbar erscheinen; so ist es auch hier. Man hat zurlinken oder südlichen Seite die größere Reihe Thonschic-fergebirge, zur rechten aber, oder nördlichen Seile, einenkleineren Berg, welcher Buch eck, oder der Erzberggenannt wird.

Er führet seinen Neunen von den in ihn einbrechen-den Eise-niinen, die ein gewisser Hans Adam Stangerer,Bergknappe beim Kupferwcrk Radmar an der Hasel *),im Jahre 1711 entdeckte, und die man unter der Leitungdes Verwesers Johann Kapxcnberger, am ersten zu be-bauen anfieng.

In der Prolongation dieses Alpcnthales entspringenmehrere Quellen und kleinere Gießbache, die zusammenmit jenen der Seitenschluchten den Bach bilde», derMühlen und Schmelzhütten in Umkricb setzt.

Das Bucheck steigt anfänglich sanft, endlich jäheempor, und lehnt sich an den unfreundlichen Lugaucr,einem der höchsten Kalkberge Stepermarks.

1). Gemeinhin die Hintere Radmar genannt, sie liegt eineStunde von der vorderen Radmar, wo sich das Eisen-werk befindet, entfernt. Hier wird das uralte Kupfer-bergwerk betrieben, das bekanntlich ein Eigenthum desStiftes Scitenstätten ist. Man bebauet Lager vonKupferkies im Grauwackcngcbirge. Sein Alter soll bcrcits über sechszehu hundert Jahre reichen!