Metalldruck.
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Originale beschäftigten, und bis auf den heutigen Tag blieb diese Kunst in nicht blas unge-schmälerter, sondern vielfach fortschreitender Anerkennung.
Die bedeutendsten Meister des 17. Jahrhunderts waren Wenzel kollar, 1697—1677,und Joh. tseinr. Aoos, 1631 — 1681,— im 18. Jahrhundert Ehr. Milh. Ernst Dietrich , 1712—1774, Daniel Ehodowiccki, 1726 — 1599, Sr. Cd. Mcirottcr, 1739— 1773, Serd. Modell,1749 — 1799, u. 2l. Mit dem Wiederaufleben der Malerei in diesem Jahrhunderte fand dieAadirung die vielseitigste Pflege, und die Pflanzstätten der Kunst, München , Düsseldorf etc.,sahen hierin Merke erstehen, wie sie in solcher Vollendung früher nur äußerst selten waren.
Als Erfinder der Aguatinta-Manicr gilt Joh. Baptist le prince 1768, dem aber alssolchen verschiedene andere Künstler, unter andern auch der llürnbcrgcr Joh. Adam Schwcikard,1722—1781, an die Seite gestellt werden. Im Ganzen ist die Zahl der in dieser Artarbeitenden Künstler sehr gering. Line Erweiterung fand diese Manier durch Stapart, der1773 in llürnberg eine Abhandlung veröffentlichte über die „Kunst, mit dem Pinsel inKupfer zu stechen," in der eine eigene Art, durch welche Aguatintablättcr einer Kreide-zeichnung ähnlich sehen, ausführlich beschrieben ist.
Line noch hiehcr gehörige Erfindung dieses Jahrhunderts ist die von Lr. Kobellangeregte, von L. Schöningcr und Srcymann in München verbesserte und erweiterte Galvano-graphie. Die Zeichnung wird auf die Metallplattc mit etwas körperlichen Sarbcn aufgetragen,so daß dieselbe reliefartig erscheint, von dieser Platte wird auf galvanischem Mcge ein Mcdcr-schlag gemacht und die so gewonnene Platte dann in den verschiedensten Manieren, mit demGrabstichel und Schabeisen sowohl wie mit Säuren behandelt.
Lür die Vollständigkeit einer allgemeinen Uebersicht über die Behandlungsweisen derKupfcrplattcn ist es nothwendig, noch auf die farbigen Kupferstiche aufmerksam zu machen.Die ersten solchen Arbeiten hatten 1626 Lastmann dann 1689 p. Schenk von Amsterdam undTaylor, ein englischer Ingenieur unter Lricdrich dem Großen versucht, indem sie die mit demGrabstichel bearbeitete Platte mit mehreren Sarbcn einrücken und davon Abdrücke machten.Im Jahre 1794 verwendete Christoph Le Blon von Srankfurt (1679 — 1741) mehrere ingeschabter Manier behandelte Platten zu einem farbigen Abdruck. Denselben Meg mitmehreren Platten, jedoch in punktirmanicr bearbeitet, verfolgte Ludwig Bonnct in Paris ,geb. 1743, bei Iscrstellung seiner Sarbcnstiche.
von William Longreve (1772-1828) stammen die nach ihm genannten Longrcvedrucke.Die Druckplatte besteht aus, je nach der Zahl der Sarben, mehreren genau ineinanderfügbarenTheilen, die, nachdem jeder mit der entsprechenden Larbe für sich cingcricbcn ist, zusammen-gestellt und auf einmal abgedruckt werden. In Deutschland wurde diese Druckart 1827 durchKäncl in Magdeburg und 1828 durch llaumann in Srankfurt eingeführt, welcher letztere dasursprüngliche Verfahren vielfach verbesserte und vereinfachte.
Endlich ist der von Aucr in Wien erfundene llaturselbstdruck zu erwähnen, durchwelchen der darzustellende Gegenstand nach Sorm und Sarbe in seiner originalen Eigenheitzum Vorschein kommt. Der zu vervielfältigende Gegenstand wird durch mechanischen Druckso fest auf eine Bleixlatte gedrückt, daß darin ein genaues vertieftes Bild entsteht. Dieseso gewonnene Platte wird auf galvanischem Wege durch eine Kupserplattc ersetzt und davon,nachdem die Sarbcn daraus gebracht worden, ein Abdruck genommen.