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Ersten Bandes erste Abtheilung. Mechanik und Hydrostatik.
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Bon dem

Gewicht oderder Last.

§. n. '

Weil der Zweck der Mechanik ist,. Lasten zu heben, oder sie in Bewegung zusehen, so muß man wissen, wie solche bey jeder Gelegenheit zu bestimmen sind.Dieses geschieht gewöhnlich durch Wägen, d. i. durch Vergleichung mit andern vor-her bekannten Gewichten, welche wir Schiffpfund, Lispfund, Pfund, Loth rc. nen-nen. Weil aber dieser Ausweg nicht allemal hinreicht, so muß man auf anderebedacht seyn. Man muß z. B. das Gewicht des Wassers wissen, welches in einergewissen Zeit durch Pumpenwerke aus einer Grube gewältigt wird, deren Teufeman kennt; man will das Gewicht des Stabeisens, Gußwerkö rc. wissen, wel-ches zu einem bevorstehenden Bau, nach dem Baurisse, erforderlich ist, fernerdie Schwere eines weiter zu transportirenden großen Steinblocks u. s. w. Hiersinket kein Abwägen statt, sondern das Gewicht muß durch Rechnung gefunden wer-den. Diese Berechnung kann aber nicht schwer seyn, indem man weiß, daß es,wenn man die spezifischen Gewichte der Körper kennt, und weiß, wie viel ein ge-wisses Volumen von einem derselben, z. B. Wasser, wiegt, blos auf die Berech-nung des Volumens ankommt. Man sehe die oben angeführten Beyspiele.

l2. Man will das Gewicht des durch ein Pumpenwerk zu gewältigendenWassers wissen. Es ist klar, daß dieses Gewicht mit dem Gewicht eines Wasser-cylinders, dessen Weite der der Pumpenröhre gleich, und dessen Höhe mit der Teufe,aus welcher das Wasser gewältigt wird, einerley ist, gleich seyn muß. Wenn alsodiese Teufe 60 Lachker, und der Durchmesser der Pumpenröhre, oder des Sahes,7 Zoll ist, so findet man, daß dieser Wassercylinder 166,^20 Cubikzoll, oder