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Ersten Bandes erste Abtheilung. Mechanik und Hydrostatik.
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und die bey dem andern hervorgebrachte Bewegung, Effekt. Dieser Effekt istgrößer oder geringer, je nachdem der Körper, welchem die Kraft eine Bewegungmittheilte, schwerer oder leichter ist, und eine größere oder geringere Geschwindig-keit hat. Ueberhaupt rechnet man es für einen 4mal größer« Effekt,, wenn man*z. B. findet, daß die eine Maschine in gleicher Zeit, und aus derselbe« Teufe,4mal mehr Erz oder Wasser als die andere aufgefordert hat, sie habe nun entwe«der 4 Kübel zugleich oder nach und nach, d. i. ein 4>nal größeres ^Gewicht mitgleicher Geschwindigkeit, oder ein gleich großes Gewicht mit 4Mal größerer Ge-schwindigkeit, aufgefordert; oder auch 2 Kübel zugleich, wo jeder Kübel 2 Reisenmacht, während ein einfacher Kübel bey der andern Maschine nur eine einzige Reise»nacht, d. i. daß sie doppelte Last mit doppelter Geschwindigkeit auffordert. Alsobraucht man zur Begleichung der Effekte liur das Gewicht mit der Geschwindigkeitzu multipliciren und die Produkte zu vergleichen, d. h. die Effekte verhalten sich,wie die aufgeforderten Lasten und die dabey vorkommenden ^Geschwindigkeitenzugleich.

2;. Es ist also bloß eine lebendige Kraft, wodurch ein Körper einem an-dern seine Bewegung mittheilt, und wodurch wir bloß Effekte hervorzubringen imStande sind. Es ist nicht genug, eine Maschine so einzurichten, daß sie bloß dieKraft in den Stand setzt, die Last gleichförmig aufzuheben; die Kraft wird dadurcheine todte, und wir erreichen den Zweck, welcher die Bewegung ist, nicht, sondernwir müssen sie so vorrichten, daß die anzuwendende Kraft eine lebendige wird.

Es ist also sehr wichtig, die Umstände zu kennen, unter denen eine Kraftdas wird, was wir lebendig nennen, oder stark genug, um die beabsichtete Bewe-gung hervorzubringen. Wir wissen:

1) Wenn zwey Körper sich mit einerley Geschwindigkeit be-wegen, so ist die mitgetheilte Kraft bey dem schwerern größer,als bey dem leichtern.

2) Bey einem und demselben Körper wird die mitgetheilteKraft größer, wenar die Geschwindigkeit vermehrt wird (9).

z) Folglich kann ein leichterer Körper eine gleiche, ja selbstgrößere Kraft erhalten, als ein schwererer, wenn er auf der Stelleeine hinlänglich größere Geschwindigkeit bekömmt. Ein starker