Es sey die Weite der Röhre x — 22 Zoll, und die Höhe des Wassers n— 2O Fuß, so ist der Druck — 62 . 200 . — 227gz^ Pf. oder 56 Schpf.
16 Lpf. rz Ps-
Wäre die Höhe um die Hälfte kleiner, oder — so würde die Summe
des Drucks — k x x p, oder nur ^ von k X ^ x x. Er ist also in
zwey oder mehrern gleich weiten Gefäßen oder Röhren den Quadraten der Wasser-höhen proportional. Daß aber der Druck an einer gewissen Stelle der Röhre,der Höhe des Wassers über derselben Stelle proportional ist, weiß man bereits ausdem vorigen.
190. Wenn uns das Verhältniß -er Festigkeit und Starke verschiedenerDinge genau bekannt wäre, so würden wir zufolge des obigen, und mit Hülfe ei-niger sicheren Erfahrungen, berechnen können, wie dick eine Rohre seyn müßte, umdem Druck einer Wassersäule, deren Höhe und Durchmesser gegeben sind, zn wider-stehen. Denn wenn wir annehmen, daß die Stärke, womit zwey Röhren von ei-ner und derselben Materie, dem Druck einer gleich hohen Wassersäule widerstehenkönnen, mit der Dicke dieser Röhren proportional sey, wenn die Durchmesser der-selben gleich sind, so ist klar, daß, wenn die Wassersäulen keine gleiche Höhen ha-ben, die Dicke darnach proportional seyn muß. Sind die Wasserhöhen gleich, aberdie Stärke der Materien, woraus die Röhren bestehen, ungleich, so muß di/Dickenach Proportion so viel größer seyn, als die Starke geringer ist, und umgekehrt.
Wenn L und K die Kraft oder Starke, womit zwey Röhren ^ und a, vonungleicher Materie, dem Druck einer gleich hohen Wassersäule widerstehen können,1- und r die Dicke dieser Röhren, und 8, 8 die Stärke der Materien, woraussolche bestehen ausdrücken: so muß L : k - : rs. Und wenn N und U die
Wasserhöhen in beiden Röhren, und O, ä die Durchmesser der Röhren sind: so
ri O Nä .. d<1
wird 18 : t8 — —und also 1 : r — s - V-
Sind Leide Röhren von einerley Materie,
so wird 1 : r — HO Uck.
und wenn auch ihre Durchmesser gleich sind, ? : t — Ok; und wenn auch dieWasserhöhen einerley, 1 : r — O : ü, d. i.
r) bey zwey Röhren von einerley Akt, aber von ungleicher