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der in England wohnt und den Versuchen selbst beigewohnt hat, nähere Nachricht darüber erhalten hären,möchte es nicht uninteressant-sein, auch diese Versuche als Thatsachen mitzutheilen, die keiner wettern Bcrihti-gung bedürfen.

Das eine halbe englische Meile lange Stück Probebahn besteht aus 2 gegen den Horizont geneigten Ebcrcn,deren untere V 120 und die obere '/, ,z ansteigt. Die Rohre enthält 9^ im innern Durchmesser, ist nicht cus-gebohrt, sondern V.» Zoll dick mit gepreßtem Talg überzogen, welcher den Kolben luftdicht hält. Der cucreSchlitz ist 1'', englische Zoll weit. Der Ledcrstreifen, welcher als Ventil dient, liegt auf einem der Röhre amSchlitz angegossenen Rande, und wird durch auf diesen Rand geschraubte Eisenstäbe festgehalten, so daß er alsein Charnier wirkt. Auf der andern Seite des Schlitzes liegt er in einem Falze, der, mit Biencnwacks andTalg ausgeschmiert, denselben luftdicht macht. Dieser Ledcrstreifen oder das Ventil ist oben und unten mit euereisernen Platte versehen, wovon die obere etwas über den Schlitzrändcrn vorsteht. Die untere Platte dagczcnist genau nach dem Kaliber der Röhre bearbeitet und mit gepreßtem Talg überzogen. Diese Platten sind unab-hängig von einander. Ueber dem Ventil befinden sich Eisenplatten von 5^ Länge, welche sich wie Fischschupzen,der Länge der Röhre nach, überdecken, um Schnee und Regen abzuhalten (auch den Frost?).

In diese so zugerichtete Röhre paßt ein Kolben, und einige englische Fuß hinter demselben sitzen 2 stählerneRäder, welche das Ventil öffnen; 6 Fuß hinter dem Kolben ist die senkrechte Zugstange im rechten Winkel mitder Kolbenstange verbunden.

Hinter der senkrechten Stange befindet sich ein drittes stählernes Rad, welches die Ventile und Schutz-platten niederdrückt, und hinter diesem eine kupferne, etwa 1(C lange Röhre mit einem Zngofcn, dessen Hitze dieSchmiere schmilzt und dadurch das Ventil genau luftdicht verschließt.

Eine stehende Dampfmaschine von 16 Pserdekrafl (also '/, Locomotive mit llzölligem Cylinder circa inKraft gleich) mit 37 '/völliger Luftpumpe und 22'/? Zoll Kolbenhub, macht in der Minute 40 bis 43 Hübe.Die Lnflsaugcröhrc hat 9" Durchmesser, wie die Tricbröhre, worin sich der Kolben bewegt, an welchem dieWagenzüge befestigt sind. Die Lnflverdünnung wird in der eine halbe Meile langen Röhre in 1Minutenbis auf 18^ bis 20^ Quecksilber bewirkt, so daß auf jeden ffsj Zoll nur 9 Pfund nutzbarer Atinosphärendrnck ge-rechnet werden kann. (Wir hatten 12 Pfund nutzbaren Luftdruck, nach Abzug der Reibung, in unserer frühernBerechnung angenommen, also offenbar noch zu viel.) Die 9zöllige Röhre hat 63,^ ffZZoll Fläche, gibt 9X 63, ,2 Pfund ----- 572, zz Pfund Kraft, wovon durch die Reibung ic. in jedem Fall noch viel verloren geht.

Der Apparat (als: Kolben, Räder, Stangen, Röhre, Ofen) wiegt 1 Tonne.

2 Wagen wägen . .35 Personen wägen .

Summa . 8 Tonnen.

Die Bahn wurde in 20 Sectionen, jede zu 2 Ketten oder 44 Dards Länge, abgetheilt. Am Fuße derRampe von Vir» wurde nun der Kolben in die Röhre gebracht, nachdem das Vacuum bis auf 18^ Quecksilberhergestellt war. Die Maschine blieb im Arbeiten und der Zug sehte sich in Bewegung mit zwei Wagen oder8 Tonnen Last (7 Tonnen ohne Apparat). Es wurden durchlaufen:

Die erste Section in 7 Secunden oder mit 13 englischen Meilen Geschwindigkeit per Stunde.

zweite 6

dritte 5

vierte 4

alle übrigen aber 4

22

k, ,2 "

Die Kraft war also bei dieser Geschwindigkeit von circa 19^ in der Secunde zu Anfang der Bewegungnur circa 150 Pfund zur Ueberwaltigung der Steigung von '/^o und es blieben für den Zug zur UeberwLlti-gung der Reibung in den Büchsen und auf den Schienen am Kolben rc. 422,z, Pfund übrig.

Eine halbe Locomotive mit llzölligem Cylinder würde aber mit derselben Geschwindigkeit von 19^ eine Lastvon circa 18 Tonnen Brutto, ohne ihr Gewicht und das Gewicht des Munitionswagens, eine geneigte Ebene