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bleiben könne, müsse die Eisenbahnanlage unterbleiben. Tie englischen Blätter waren mit heftigen Abhand-lungen für und gegen diese Ansicht, gerade wie die rheinischen Zeitungen über den Bahnhof, angefüllt, und dasenglische Parlament täuschte sich, indem eö die Angaben des Opponenten für richtig hielt, und ließ die Bill,unter dem weit hergeholten Vorwandc eines NivellementssehlcrS durchsallcn. Die Direktion der obigen Bahntrat mit dem Opponenten in Unterhandlung, und da er behauptet halte, ich glaube oder ^ des Anlage-Capitals der Bahn würde eben so hohe Renten geben als sein Canal, so bot man ihm solchen Theil der Actienan: er nahm sie, und zieht jetzt von diesem Capitale etwas unter 10 Procent, weil nicht mehr bezahlt werdendarf, die Rente seines Capitals bei'm Canal ist aber noch gestiegen. Die Täuschung lag darin, daß man denVerkehr vor Erbauung der Bahn als Basis zur Beurtheilung desselben nach Erbauung als den richtigen an-nahm, aber nicht berücksichtigte, daß er durch die Bahn ganz anders würde, überhaupt den Gesichtspunkt verrückte,aus welchem die Sache angesehen werden mußtest
Mit dieser Opposition vereinigte sich eine zweite aus Kaufleuten, Gastwirthen und Fuhrwerkhaltenden be-stehend, welche in der Mitte von Manchester vorzüglich am Picadellv und in den benachbarten Straßen wohnten,weil sie sich für ruinirt hielten. Unter diesen Opponenten habe ich mehrere Bekannte, welche sich jetzt über ihremit Heftigkeit ausgesprochenen Gründe selbst lustig machen. Namentlich wird des Besitzer eines Gasthofes damitaufgezogen, daß er melancholisch geworden, weil er sein angelegtes Capital verloren glaubte, seit Eröffnung derBahn aber.noch vier Nachbarhäuser hat ankaufen müssen, um seine Gäste beherbergen zu können.
Als von Philadelphia in der Richtung nach Columbia gebaut werden sollte, glaubte der Besitzer eines
großen und belebten Gasthvfes, welcher entfernt von der Einmündung der Bahn in die Stadt lag, sehr schlauzu verfahren, als er ihn mit 30 Proeent Verlust verkaufte, und sich in der Nähe des Bahnhofes ansiedelte.
Allein der größte Theil seiner früheren Gäste hatte Geschäfte in der Stadt, jener Gasthof war ihnen deshalb
gelegener, sie besuchten ihn auch nach der Eröffnung der Bahn und sein neues Etablissement blieb leer. Nacheinigen Jahren kam'ersterer Gasthof zum Verkauf und er erstand ihn 45 Procent höher, alS er ihn verkauft hatte.Eine köstliche, auf Täuschung begründete Spcculation st
Dieser Vergleich paßt gar nicht für die Stadt Bonn . Hat Herr Märtcns nicht diejenigen Canäle beobachtet,die mit den Eisenbahnen parellel laufen? Nur jene Canäle, welche von den Eisenbahnen gekreuzt werden, oderjene in den Kohlen- und Bcrgwerksreviercn, wo die Eisenbahnen entweder noch nicht angelegt sind, oder wo sieunausführbar sind, haben noch einigen Verkehr; alle übrigen sind mit Wasserpflanzen verwachsen, die dort unge-stört wuchern können. Selbst die Dampfschnellschiffsahrt mit neuen und alten Motoren hat den Canälen die
ehemaligen Reisenden noch nicht wieder zugeführt.
Für den melancholischen Gastwirth in Manchester , sowie für die verfehlte Gastwirth-Spcculation finden sichBeispiele genug anderswo, als da, wo Eisenbahnstationen angelegt worden sind. Nur so viel ist gewiß, daßGastwirthe und Fuhrleute, kleine Kaufleute und Fabrikanten, Handwerker, Fabrikarbeiter und Tagelöhner brodloöwurden, wenn man die Bahn an ihrer Stadt vorbciführte, weil dann die End- oder Krenzungspunkte alleinalles Das gewinnen, was die Zwischcnstationen verlieren. ES ist daher eine sonderbare Zumulhung, daß dieStadt Bonn der künftigen imaginären Eisenbahn eine zu große Erleichterung verschaffen soll, damit sie destosicherer ruinirt werde. Es ist aber auch gewiß nicht Ernst damit, und die Aktionärs werden sich selbst und derStadt Bonn gewiß Gerechtigkeit widerfahren lasten, und den Bahnhof nicht an die P o p p c l ö d o r fe rAllee, sondern an das Cölncr Thor, also ganz nahe an den Rhein legen.
sHier in Braunschweig liegt der Bahnhof vor einem Eingänge in die Stadt, welcher nur zur Promenadeführt. Jetzt gehen durch die benachbarte Straße jährlich 250 — 300,000 Menschen, welche früher nicht hierherkamen, allein dies hat auf den Verkehr in diesem Theile der Stadt nickt den geringsten Einfluß gehabt, wovonsich Jeder überzeugen kann.
Als im vorigen Jahrhundert die Chaussee von Braunschweig nach Cassel gebaut werden sollte, hielten dieBewohner der braunschweigischen Harzgegend dies für das größte Unglück, welches ihnen widerfahren könnte.Diese Ansicht theilten alle Bewohner, vorn höchsten Staatsdiener bis zum Taglöhncr, und alle vereinigten sich,um Gesuche an den Landesfürsten zu senden, die Chaussee nicht bauen zu lassen, weil dann keine Räder mehr