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kwnnte, eine Leistung von 108,198,102 Pfd. pro 112 Pfd. Kohlen zeigte, oder auch 90,809,121 Pfd. durch94 Pfd. Kohlen. Die Leistung war also im letzten Falle 37 Proc. größer als im ersten.
Aus den Details der Leistungen dieser Taylor'schcn Maschine, welche den öffentlichen Bericht begleiten, istes klar, daß sie mehr Maschinentheile hat, als die in Old Ford, und daß sie, wenn sie nicht mit mehr Ex-pansion arbeitete, oder die verbrannten Kohlen besser waren, nicht dieselbe Leistung zeigen konnte, weil man nievergessen darf, daß wenn die Anzahl der Pumpen auch noch so groß, die Entfernung einer Pumpe von derandern so bedeutend als mau will (wodurch ein System von horizontalen Hebeln nöthig wird), die Leistungnach der Cornwall -Berechnung doch immer die daraus entstehende Reibung einschließt, sie mag größer oderkleiner seyn, und daß folglich die angegebene Leistung noch kein Probirstein für die Güte der Maschine ist.
3) Die Güte der Kohlen ist nicht in den Berichten angegeben, und es wird in Tabelle II. doch gezeigt,daß die Güte der Welsh-Kohlen (aus Wales ) in der Güte von 7,,^ : 9,^,, oder um 32 Proc. verschieden sind.
4) Die Kohlen werden gemessen und nicht gewogen, und da das Mittelgewicht in allen Fällen angenommenwird, welche Verschiedenheit auch immer im Gewicht der Kohlen bestehen möge, von denen 94 Pfd. das Mittel-gewicht eines Büschels geschätzt wird, so kann schon in dieser Beziehung ein bedeutender Fehler in der berech-neten Leistung entstehen.
Aus den vorhergehenden Bemerkungen wird es klar, daß, obgleich die Bezeichnung Pferdekraft nichtverwerflich ist, demungeachtct doch immer die Data, auS welchen die Leistungen berechnet wurden, bekannt seynmüssen, bevor man Vergleichungen über die Leistungen zweier Maschinen mit Zuverlässigkeit und Genauigkeitanstellen kann.
Das Wort Leistung begreift aber die Wirkung der Kessel und der Maschine gleichzeitig in sich; da aber derKessel allein, oder die Maschine allein, oder auch beide zugleich besser seyn kann oder können, so ist es gewißbesser, dem Beispiele des großen Watt zu folgen, und Kessel und Maschine, jedes für sich, einer besondern Prü-fung zu unterwerfen, wenn man ihre Leistungen vergleichungswcise berechnen will. (Es ist bei Maschinen der-selben Art mit gleichviel arbeitenden Theilen die Leistung mehr vom Kessel als von der Maschine abhängig,wenn die Maschinen alle mit gleicher Sorgfalt gearbeitet sind. Die Verdampfungskraft der Kessel allein, und dieSicherung desselben, der Zuleitungsröhren rc. gegen äußere atmosphärische Abkühlung, kann bereits einen großen Unter-schied in der Leistung hervorbringen; umgekehrt wird der beste Kessel in einer schlecht conftruirten Maschine vielweniger leisten, als in einer guten. Die Pfuscher Wood und Dudor hatten einen gut wirkenden Kessel durcheinen tüchtigen Kessclmacher für mein Schiff Emanuel bauen lassen, und nur Dasjenige, was dieser Mann nichtgemacht oder angegeben hatte, z. B. die übermäßige Höhe des Kessels über dem Fundament des Schiffbodcns,die schlechte Leitung des Dampfes in demselben durch verpfuschte Kupferröhren, die EichungSröhre, woran dieGlasröhre befestigt war (mit den Probirhähnen), die Spcisepumpenröhre und alle Maschinerie, das Wasser inden Kessel und aus demselben zu bringen, war unbrauchbar. Nachdem alle diese unbrauchbaren Dinge von mirverändert worden waren, mit Ausnahme der übermäßigen Kesselhöhe, die durch einen zu hohen Aschensall entstand,war der Kessel sehr gut und zeigte eine Verdampfungskraft von circa 8 Pfd. mit West Hartley-Kohle, würdealso mit New Castle mittlerer oder bester Güte, oder mittlerer oder bester Wclsh-Kohle gewiß noch mehr geleistethaben. Die noch unverändert gelassene Maschine wurde nun probirt, und das Resultat war kaum hl, der An-zahl der berechneten Rotationen. Der Pfuscher hatte uns 42 Rotationen versprochen. Denn der Condensatorwar zn klein, alle Oessnungcn in den Jnjcctionsröhren dcS Condensators waren zu klein, alle Oeffnungen inden Krahnen zu enge. Die Rollen in den Kreuzköpfen ((Nasslionlls) nicht gehörig abgedreht noch gehärtet;die Falze, worin die Kreuzköpse aus- und niederglitten, nicht parallel gearbeitet; das Innere der Cylinder undder Luftpumpen ungenau, die Steuerung (stnrtinA lovors) ganz unbrauchbar, kurz es mußte Alles vervollkommnet oderverändert werden. Dennoch, ohne alle Theile zur Maschine zu liefern, ohne selbige in Gang zu bringen, mußteder ganze Betrag der Maschine und die Erlrarcchnung von 190 Pfd. St. beinahe ganz bezahlt werden, um dasuntbranchbare Schiff mit Maschine zu haben, damit ich es vervollständigen lassen konnte; das blinde Betraueneimes mir als Vormund beigcgebcnen jungen Mannes in solche Pfuscher bewirkte dies. Derselbe Kessel ergabspäter in der vervollkommneten Maschine das mehr als dreifache Resultat. A. W. Beyse.)