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Des zweyten applicativen Theiles dritter Band enthaltend das Ausbringen des Zinnes [...].
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Diese Lauterkrüge oder Bolden, wie man sie thier auch nennt, sind von gegossenem Eisen, und kom- cmen in Ansehung ihrer Gestalt so ziemlich mit der Ge- §statt eines gewöhnlichen Destillirkolbenö uberein. IhrDurchmesser beträgt oben am Halse ungefähr 8 Zoll, ! !im Bauche aber i; bis r 6 Zoll. ^ >

Uebrigens stehen auf jeder Seite des hier vorhan- ^denen bäuterofenö 4 dergleichen Kolben, und zwar der-gestalt , daß sie mit ihrem Halse oberwärtö ein wenigaus dem Ofen selbst, hervorragen, ihre Axe aber etwaunter einem Winkel von 70 bis 8o Grad, und also ^nur wenig gegen den Horizont geneigt ist.

Jeder dieser Kolben nun, wird bey der Arbeit selbstmit einem so genannten Sturze bedeckt, der hier dieStelle eines Helmes vertritt, und auch in Ansehungseiner Gestalt ziemlich mir einem gewöhnlichen Helmeübereinkommt. Dieser Sturz wird aus Thon geftrti-get, und muß genau auf die Oeffnung des Kolbenspassen. An demselben aber befindet sich, wie an jedem ^Helme eine Röhre oder Schnabel, welcher nun wie-der in eine andere irdene Vorlage geht.

Diese Vorlage, (der Vorläufer) hat viel Aehn- ;lichkeit mit einer etwas großen Flasche oder Kruge undist mit drey verschiedenen Oeffnungen versehen. Die ^erste dieser Oeffnungen, welche sich in dem obern Theileder Vorlage befindet, ist zur Aufnahme des schon er- jwähnten Schnabels vom Helme bestimmt. Eine zweyte !kleinere, nicht weit von dieser erstem, dient zu Beför-derung des Zuges und Auslassung der sich manchmal inzu großer Menge entwickelnden Schwefeldampse, undkann nach Befinden, bald geöffnet, bald geschlossenwerden. Die dritte Oeffnung aber, welche ganz untennahe am Boden der Vorlage befindlich ist, wird erfor-dert, um den in die Vorlage übergegangenen und sich