weilen entzünden sich die Alaunerze selbst, wenn sie andie Luft kommen. Dieses rührt von ihrem Gehalt anKohlenstoffschwefel her. Sie sind ein natürlicher Py-rvphor. Man muß bey der Rüstung der Alaunerze ih»neu den möglichsten Luftzugang zu verschaffen suchen,und die Arbeit als eine oxidirendeRöstung (s. den erstenTheil der Hüttenkunde) betrachten. Manche Erze ver-trugen, nachdem sie ausgelaugt sind, eine nochmaligeauch wohl dritte Rüstung. Der Alaunhütten-Beamremeß hier wissen wie er auf die Kosten kommt. DieRWätten müssen auf einem dichten mit Thon g-'pssa-stmen Grunde angelegt werden; auch ziehe man Ge-rinne um dieRösthaufen, damit bey etwa einfallendemRegen; die sich bildende Rohlauge in den LaugensumpfMeßen könne. Sind die Alaunecze sehr reich anSchwefel und Thon, so röste man unter offnen Schup-pe»; bey armen Erzen die ein großes Haufwerk geben,mß man diese Kosten zu ersparen suchen. Die Rüst-statten lege man immer so an, daß die Aufstürzung derEhe auf eine bequeme Art geschehen, und die Auslau-ganz ohne großen Transport des Erzes so erfolgen kann,daß die Rohlauge in den Rohlaugensumpf neben derSiedehütte leicht abfließt.
Sind die Alaunerze einigermaßen schwefelreich, sobastle es sich wohl der Mühe verlohnen, den im erstenTheile der Hüttenkunde beschriebenen Röstofen mit demKondensator und der Laugebühne anzubringen, um das^gelaugte thonige Erz von neuem mit den Dämpfender Schwefelsäure zu schwängern. Die KennzeichenM gerösteter Alaunerze sind: wenn sie sich mürbe zeigen;Hre Farbe durchgehends verändert haben; mit Wasser^gefeuchtet in einiger Zeit zerfallen und eine adstringi-schmeckende Lauge liefern.