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Nietverbindungen.
Die den Versuchen unterzogene Nietverbindung ist inFig. 135—136 dargestellt. Die beiden 12 mm Bleche wurdendurch zwei 20 mm Nie-ten verbunden. Umsicher zu sein, dass dieNieten die Loch-wand nicht berühr-ten, wurden die Locherentsprechend grösser alsder Nietschafl (23 mm) ge-wählt.
Aus den Versuchenzeigt sieh deutlich, dassgelochte Bleche grössereWiderstandsfähig- Fig. 135—136. Versuchsnietverbindung,
keit gegen Gleiten besitzen als gebohrte.
Aus weiteren Versuchen zeigt es sich, dass die bei 600 bis700 0 C. gestauchten Nieten den grössten Gleitungswiderstanderreichen, der erheblich grösser ist, als jener der bei Hellrot-glut gestauchten und zwar 1400 kg gegen 1000 kg, 1600 bis1700 gegen 1000 etc.*)
Da durch Erschütterungen der Gleitungswiderstand ab-nimmt, so sind bei solchen Verbindungen, entweder kalt ein-gezogene Nieten oder konische Bolzen zu verwenden.Findet dies nicht statt, so muss der von dem Nieten erzeugteGleitungswiderstand, jenen aus den Kräften entstehenden umein Bedeutendes übertreffen, wie dieses früher bei den schmiede-eisernen Balanciers üblich war.
Benennung der Nietverbindungen.
Je nachdem die Nieten, falls Abscheren derselben eintretenwürde, in ein, zwei oder mehr Querschnitten auf Abscherenbeansprucht werden, unterscheidet man
ein-, zwei- und mehrschnittige Nietungen.
Ferner pflegt man je nach der Anzahl der Nietreihenein-, zwei- und mehrreihige Nietungen
zu unterscheiden. Befinden sich die Nieten regelmässig hinter-einander, so nennt man die Nietung eine
Parallelnietung,
fälschlich bisweilen als Kettennietung bezeichnet; sind dagegendie Nieten einer Reihe gegen diejenige der vorhergehendenbezw. folgenden Reihe versetzt, so nennt man dieselbe
Zickzacknietung.
Nietungen, bei denen die Anzahl der Nieten einer jedenReihe von der mittleren aus in a ri thme t is ch e r Re ih e ab-nimmt, bezeichnet man zweckmässig als
verjlingte Nietungen.
*} Considöre, „Die Anwendung von Eisen u, Stahl bei Construetionen“Deutsch von E. Häuf. Wien 188-.