55
!5' Figur, wo die Punkte! ab die Fokallinke der gebroche-nen Stralen, und ac die Fokallinie dcr zurückgeworfenenStralen darstellen. Nun sage ich: eine wesentliche Be-dingung cincs Sehrohres, in welchem man diese falscheErscheinung wahrnehmen will, ist diese: daß der Brenn-punkt der zurückgeworfenen Stralen, welcher die falscheErscheinung abbildet, und welcher Fig. r z. cci Fig. 14. daFig. lj.ac ist, in den Brennpunkt dergebrochenen Stra-len ch Fig. I Z. ac Fig. 14. sb Fig. t 5. fallen müsse.Wenn also der Brennpunkt dcr zurückgeworfenen Stra-len nicht mit dem Brennpunkte der gebrochenen Scralender in den gegebenen drey Fällen ausgedrückt ist, überein-kommt, sondern dieß, oder jenseits des Brennpunktes dergebrochenen Stralen fallt: so wird man entweder gar kei«ne, oder nur eine sehr unbestimmte falsche Erscheinungwahrnehmen, je weiter oder näher nämlich der Brenn-punkt der zurückgeworfenen Stralen gegen den Brennpunktdcr gebrochenen Stralen fallt.
Der Leser muß aber hier wohl Acht haben, daß ichnur von dem Abstände dieser Brennpunkte von den Lin-sen, nicht aber von der Richtung dieser Brennpunkte rede.Denn wenn der Brennpunkt der zurückgeworfenen Stra-len auch nach der Richtung in den Brennpunkt der gebro-chenen Stralen fiele: das heist, wenn beide Fokallinieneinerley Richtung hätten, so könnte die Erscheinung aufkeine Weise wahrgenommen werden, denn das falsche ausder Reflexion entstandene Bild fiele auf das Hauptbilddes Gegenstandes, welches auf der Netzhaut des Augesentworfen wird, mithin würde das falsche Bild mit demwahren Bilde zusammen laufen. Es ist also nothwen-dig, daß die beiden Fokallinien nicht einerley Richtung ha-ben, sondern sich verschieden gegen einander neigen, wennschon in der nämlichen Entfernung von der Linse Hier-aus siehet man, daß die falsche Erscheinung auf einen an-dern Theil der Netzhaut fallen, und das Hauptbild wie-
D 4 der