tere und schwerere Materie des Nordlichts zuweilen einegrößere Höhe als die Wolken selbst; das heist, wir sehenes gar nicht, wie aus dem 6. und 7. §. erhellet.
26) Wenn die untern Dichtern Wolken, welche denHimmel bedecken Zwischenräiime und Oefnungen bckom«men, oder durch niedere Winde zertheilet werden: sokommt die über jenen schwebende Materie des Nördlichesbeinah immer zum Vorschein; unter Tags zwar in derGestalt jener weißlichten Streifen, oder derlei) Stealen,bey der Nacht aber als wirklicher Nordschei-i. Worausman leicht stehet, daß verschiedene optische Erscheinungenentstehen müssen; in Beziehung nämlich der verschiedenenLage und Stellung der Hähern Materie deö Nordlichtes»So scheint es oft, als wenn das an sich höhere Nordlichtaus einer dichter» tiefern Wolke entspränge; und aus denWolken als leuchtende Scralcn, brennender Rauch, alsfeurige Balken, und tausend andere optische Figurenhervorginge.
27) Vorzüglich aber ist ein Phänomen merkwürdig,welches einen Haupkbeweiß abgeben kann; daß die dichte-re Materie deö Nordlichts die Gegend der Erddünste oderder Wolken einnehme. Ich habe nämlich vielfältig bro-dachtet, daß die in Bewegung gesetzte Materie des Nord-lichts sich in entgegen gesetzter Richtung mit den ebenfallsin Bewegung gesetzten unteren Wolken bewege; das heist,wenn zum Beispiele die unteren Wolken sich von Westengegen Osten bewegen, so beweget sich das höhere Nord-licht von Osten gegen Westen, und umgekehrt; ganz aufdie nämliche Art, wie wir die höhern Wolken sich gegendie niedern Wolken in entgegengesetzter Richtung bewegensehen. Dieß Phänomen ist den Meteorologen sehr bekannt,daß nämlich der höhere Wind in gerade entgegengesetzterRichtung, als der untere Wind strömet. Dieses Pha.nomen des Nordlichts ist. den Bewohnern FinnmarchenS