Band 
Zweiter Band.
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kalten Zone verschieden, und mit verschiedenem Grade derKälte behaftet smd; mithin muß auch der untere Theilder Atmosphäre eine» verschiedenen Grad der Kälte an«nehmen; so ist jener Theil der Atmosphäre, der überdcmnördlichen Meere von den östlichen Ufern Islands bisSpitzbergen, und den westlichen Küsten von Neuscmblaschwebet: auch im stärksten Winter nur mit einem sehrmäßigen Grade der Kälte geschwängert. Denn die Win-de, die zu Wardhuö im Winter von Norden oder vomfreien Meere hcrsirömen, so heftig sie sind, haben dochnur einen sehr gemäßigten Grad von Kälte; da im Gc,gentheile die Winde, welche von den hohen GebirgenMoskaus und Schwedens, die vom Schnee starren, undin Beziehung auf WardhuS südlich liegen, herkommen;wiewohl sie südlich sind, demungeachtet einen hohen Gradder Kalte empfindbar machen. Der Theil der Atmo-sphäre also, der über dem Nordmeer schwebet, nimmt dieaus dem Meere beständig empordünstenden Wasserthcil-chen auf, führt sie in eine höhere Schichte, macht sie ge-frieren, und erhält sie schwebend, so, daß sie entweder nochhöher von Winden getrieben, oder zusammcngehäuft, ver-dichtet, schwerer gemacht werden, in eine niedere Schichtesinken, und in Schnceqestalt auf die Erde herabfallen.Man muß zweitens wissen, daß die in der Atmosphäreschwebenden Ausdünstungen durch den Stos der Windenach verschiedenen Gegenden getrieben werden; so werdendie noch nicht gefrorenen aufsteigenden Dünste der südli-chen warmen Gegenden oft durch einen Südwind in dienördlichen Gegenden verführet, wo sie gefrieren und inSchnee und Eistheilchen verwandelt werden müßen. Undumgekehrt: die gefrorenen Schneethcilchen der nördlichenGegenden in der kalten Zone werden oft durch einen Nord-wind in die südlichen Gegenden getrieben, wo sie, wennsie ihre Höhe behalten, gefroren bleiben; wenn sie aber ineine niedere wärmere Sichte gesunken sind, durch dieM 4 Wär.