-74
nischen und Gregorianischen Teleskopen, und dann HerrPecruS Dollond, der dermalen noch lebet, auch an denachromatischen Sehrohren angebracht hat. So hoch nunauch diese Objecrivmlkrometer wegen ihrem vorzüglichenGebrauch zu schätzen sind, so hat man doch an denselbengewisse Mangel bemerket, die von der Veränderung desBrennpuncteS der Okularlinse herrühren, und machen,daß wegen dieser Veränderlichkeit des Brennpunktes dienämlichen aber zu verschiedenen Zeiten gemessenen Win.kel von verschiedener Größe gefunden werden. Z. B.den der Messung des Sonnendurchmcssers; da die Axender Stralenkegel, welche durch die beiden Segmente desObjeclivmikrometers von den entgegengesetzten Sonnen-ränden einfallen, im Brennpunkte des Teleskops sich un>ter einem Winkel, der der Größe des Sonnendurchmes»sers gleich ist, schneiden; in diesem Falle kann die schein-bare Berührung der Sonnenrände nicht deutlich wahrge-noinmen werden, wenn das Auge sich nicht in solch einerStellung befindet, daß es die im Durchschnitcspuncle sichbefindenden Gegenstände deutlich sehen kann. Hat dasAuge solch eine Stellung, daß es jene Gegenstände deut-lich siehet, welche sich näher am Objcccivglase befinden,als diese Durchschnittspuncte jener Aren: so werden dieSonnenrände so weit von einander entfernt zu seyn schet»nen, um wie weit die Aren der Stralenkegel in diesemPuncte von einander abstehen. Siehet aber das Augejene Gegenstände deutlich, welche sich weiter vom Objec.tivglas befinden, als die Durchschniktspuncte der Axen:so werden die Sonnenscheiben so weit übereinander einzu-greifen scheinen, als groß der Winkel ist, den die Axender Stralenkegel in diesem Puncte mit einander machen.Es seien in o und v der i. Figur die Mittelpuncte desObjectivmikrometers; und der Winkel osv dem Durch-messer der Sonne gleich. » sey der Durchschnittöpunct der
Axen