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krantartigen Stachel versehen. Die Trauben sindaufrecht, kürzer als die Blätter, die Blumen klein,roth, die Fähnchen zurückgeschlagen, die HülsenBiedergebogen, sichelförmig rund, vielsaamig undmit dem kurzen bleibenden Griffel gekrönt.
3) Die zweisaamige oder wilde Indig-pflanze. Indigofera disperma. L.
mit blafsgrünen gefiederten Blättern, deren Blätt-chen verkehrt eirund sind, kurzen Blumentrauben,geraden Hülsen, und staudigem schwächlichemStängel.
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4 ) Die silberfarbene I n d i g p f 1 a n z e.
Indigofera argentea. X.
Der Stängel dieser Pflanze ist strauchartig, dieBlätter sind gefiedert, und die Blättchen verkehrteiförmig und stumpf. Die purpurröthlichen, mitflachen Kelchen versehenen Blumen bilden Trau-ben, welche seitwärts stehen, und kürzer als dieBlätter sind. Die Hülsen sind filzig, angeschwollen,oft viersaamig und hängend. Uebrigens sind Blätterund Zweige mit einem silberfarbenen Filze über-zogen. Der Indig aus America ist gröfstentheilsaus dieser silberfarbenen Indigpflanze bereitet.
5) Die zottige oder weifshaarige Indig-
pflanze. Indigofera hirsuta. X.
Die Blätter sind gefiedert, vier- bis fünfpaarig,unten grau, die einen Zoll langen Afterblätter bor-stentormig, die Trauben länger als die Blätter, ähren-förmig, die viereckigen Hülsen von weifsen Haaren,zottig, und hängen abwärts.
Diese Arien der Indigofera gedeihen nur zwi-schen dem Klima der Wendekreise j weiter ver-
pflanzt, arten sie. aus und über den 40 0 hinaus wirdkein Versuch ihres Anbaues gelingen. Zwar wurdeauf Malta *) aus einer Art Glastum (auf Malta Ennir)ein Indigo bereitet; allein ohne Erfolg, und die Ver-suche des Dr. Ar a s t i **), in Mailand die Indig-pflanze anzuhauen, gründeten einen kleinen Erfolgauf einen heifsen Sommer. Im Banr.at mifslangendie Versuche, welche Joseph II. anstelten liefs,und nur ln Treibhäusern kann über jene Grade hin-aus diese Pflanze gedeihen. Bei Bremen und in derPfalz sollen Versuche gelungen seyn ***), die Anil-pflanze aus Carolina ( Bahama 1 anzubauen; alleinwohl schwerlich mit gröberem- Vortheil, als ihnunser Waid gewährt, da der in Carolina selbsterzeugte Indig schon für die niedrigste Sorte gilt,
§• 3 - .
Die Zärtlichkeit dieser Pflanze erfordert einesorgfältigere Cultur, Wartung und Pflege, als vieleandere Gewächse. Selbst auf die Lage des Grund.Stücks mufs Bedacht genommen werden. Die Pflan-zer suchen bei freier Wahl ein Feld, welches ab-schüssig liegt, oder sanften Abhang hat, weil einesolche Lage gegen stehendes Wasser schützt, dasdieser Pflanze sehr schädlich ist, indem sie, aufeinem platten Boden, wo das Wasser stehen bleibenkann, verwelkt, gelb wird und abstirbt. Man mufsdaher, hat man diesen Nachtheil zu fürchten, dieMitte der Beete, welche diesem Ungemach unter-worfen sind, erhöhen und ringsherum kleine Ab-
*) Burchard, Beschreibung der Insel Malta . Kap. (j.S. 23.
**) Jenaische Literatur-Zeitung 1790. Intelligenz-BlattNo. 55. '
***) Hildt’s Handlungs-Zeitung. Jahrgang 1788. Seite255 -