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Timothegras (kkloam xratsuoe)
. 20 o/o
Knaulgras (Oaotxlis xlomoiata)
. 10 o/o
Wiesenschwingel ( 1 ?estnva xratsusis) .
, 5 °/o
Goldhafer (Liisotam üavssasus)
. 5 °/o
Wiesenfuchsschwanz (LOopovurao pratsusis)
. IO0/0
Wiesenrispengras (?oa xratsusis)
, 5 0 /g
Kammgras ( 0 ^uosaru 8 ori 8 tatu 8 )
5 o/g
Fioringras (^Aro 8 ti 8 awa)
. 10 o/g
Rotschwingel (lesotava rabra)
. 50/g
Rohrglanzgras (ONalar^ aiaaäiiiaosa)
. 50/0
Die Einfriedigungen bestehen beinahe überall aus dem holzfressenden Schräg-zaun, seltener aus Mauern. Nach genauen, in meinem Auftrag ausgeführten Messungenhaben die Einfriedigungen folgende Längen:
Die Gemeinde Ascharina besitzt
8683 laufende Meter Holzzaun,
538 „ „ Mauern (Trockenmauer), darunter eine sehr schöne
300 w lange auf der Weide am Eckberggrat, um eine „fällige" Stelleabzugrenzen; sie hat pro laufenden Meter Fr. 2. 60 gekostet, inbegriffendas „Aussteinen"; der Bund und der Kanton haben je 15 o/o der Kostengetragen, das übrige die Gemeinde.
Im Gebiet der Gemeinde Castels (Meyerhofer- und Partnun-Alp) befinden sich11319 laufende Meter Holzzaun,
1135 „ „ Mauern.
Im Gebiet der Gemeinde Rüti finden sich2560 laufende Meter Holzzaun,
266 „ „ Mauern.
Es sind also im ganzen in der Thalschaft St. Antönien 22,662 m, also ca.22^/e üm Holzzaun vorhanden, eine Strecke, die der Eisenbahn von Landquart bisKüblis entspricht! Nach Mitteilung des Zimmermeisters Brosi Flütsch wird zumSchrägzaun junges Stangenholz genommen, und zwar vom besten, „spältigsten"; auseinem Kubikmeter Holz werden durchschnittlich 45 Latten gewonnen und 15 laufendeMeter Zaun erstellt. Der ganze Zaun repräsentiert also eine Holzmasse von22,562 : 15 — 1504,13 Kubikmeter — 55,696,73 Kubikfuß; der Kubikfuß des Zaun-holzes kostet 40 Cts.; der Holzwert des Zaunes ist also — 22,278 Fr. 10 Cts.;die Arbeitslöhne für Erstellung sind Hiebei nicht gerechnet.
Da eine Latte durchschnittlich 30 Jahre dauert, ist der jährliche Bedarf an Holzzur Reparatur — 55,696,73 Kubikfuß : 30 — 1856,55 Kubikfuß und die jährlichaufzuwendende Summe für dieses Holz — 752,6 Fr.
Der Schrägzaun ist den Verhältnissen des lawinengefährdeten Thales am bestenangepaßt; Mauern und Lebhäge wären vielerorts wegen der Lawinen unmöglich. DerSchrägzaun wird überall im Winter niedergelegt; im Frühling ist er sehr rasch wiederaufgerichtet; je rascher, desto besser; denn nichts schadet dem Holz so sehr, als dasLiegenbleiben auf dem nassen Boden.
- Die Benutzung der Alpen durch die Alpgenossen oder Gemeindsbürger wird durchReglemente geregelt, von denen wir hier diejenigen der Genossenschaftsalp Partnunund der Gemeindealp Ascharina in sxtsuso folgen lassen; zum Vergleich setzen wiralte Alpordnungen vom Jahr 1701 resp. 1686 bei.