Buch 
1 (1802) Geräthschaften zu den mechanischen Verrichtungen / von Christian Heinrich Theodor Schreger
Entstehung
Seite
50
JPEG-Download
 

«0

i ( 5 ) Prasse's Federwaage.

Die Feder ist oben an dem Deckel des Ka-stens mit einem Zapfen befestiget. Unter ihr liegtvöllig frei im Gehäuse ein messingener Hebel, des-sen ganze Länge einen leeren Kanal bildet, worinneder besonders barte Tlieil der Feder liegt, und festmit dem Hebel verbunden ist. Die Last wird an ei-nen Ring gehängt, in welchen sich ein Stück Me-tall an dem einen Hebelende endigt. Ein spitzer Stiftan dem andern Ende oberhalb des Hebels drückt mitseiner Spitze gegen die Feder. Der eine Hebelarmkann nach Erforderniss der Schwere des Körpers,den man Wägt, verlängert oder verkürzt werden.Vermittelst eines aus dem Gehäu'se herausgehendengebogenen Metallstreifens, der an dem Ende der Federliegt, wo sie auf dem Stift des Hebels ruht, zeigtder Weiser auf einem Gradbogen die Schwere derLast an.

Geisslers Gesell, u. Beschr. der neuesten Instrumen-te etc. II. S. 122. Tab.. F. 7. 8. 3. etc.

Kunze a. a. O.

1,7 ) Eine andere Stahlfederwaage.

Ein unten und oben geschlossener messingenerHohlcylinder, an dessen untern Deckel die Last ineinem Haken eingehängt wird. Durch die viereckigeOeffnung des obern Deckels lässt sich ein vierseitigergraduirter Stab bequem schieben, woran eine Me-tallplatte fest gemacht ist, auf welcher die im Cylin-der versteckte doppelt gewundene Feder befestiget

wird.