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4 (1819) Roth- und Gelbfärberei / von Johann Bartholomae Trommsdorff
Entstehung
Seite
215
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Um diesen Federn die Scharlachfarbe mit-zutheilen werden sie, mit 10 Lgth Weinstein,auf ein halb Pfund Federn gerechnet, anaesor-ten, aus dem Gekäste genommen und gelüftet.Hierauf bereitet man eine aelbe Farbebrühe,welche auf die angegebene Menge Federn auseinem Loch Gurkuma, und einem Mast Was-ser besteht, welches man zusammen aufkochenläßt und die Federn hincinraüchr. Dadurch er-halten sie eine sehr angenehme hellgelbe Farbe,welche dann den aufgetragenen Scharlach sehrerhöht. Eben so können sie vorerst mit Quer-zitronrinde, oder mit Fisctthvlz gegilbt werden.Diese Farben sind dann haltbarer.

§- 255 -

Das Ausfärben auf Scharlach geschieht nunauf eine einfache Weise mit Cochenille. Aufein halb Pfund Federn werden zwei, drei, oderauch nur ein und ein halb Loth sein geriebeneCochenille, nebst 5 Loth Cremortartart. oder ge-reinigter Weinstein mit z Maß Regcnwasserzum Sieden gebracht, und 2 Loth ammvnium«haltigcs oder vollkommen oxndirtes salzsaureSZinn zugesetzt, die Federn hineingebracht, undeine Viertelstunde langsam darin gesotten. Mannimmt sie dann aus der Brühe, die man nochzu geringern Färbungen benutzen kann, spnhltsie wo möglich in fließendem Wasser, und trock-net sie, die Einwirkung des Sonnenlichtes ver-meidend, an der Luft. Die verschiedenen Ab-stufungen des Scharlachs können hier durchnichts anders, als durch die Veränderung der