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4 (1819) Roth- und Gelbfärberei / von Johann Bartholomae Trommsdorff
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219
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Hierauf werden sie mit einer schwachen ka«lihaltigen Poliaschenlaugc, welche etwas Seifeenthält, geschönt, rosirt, und wie die Merinosferner behandelt, um die weißen Gegenständehineinzubringen.'

Durch das Färben mit Krapp wird demunterlegten Blau auch etwas Roth mitgetheilt,wodurch eben der eigene Lüster der Farbe cnt»steht, welche man, wenn sie etwas dunkler er«scheint, Iris, und Heller dargestellt, Lillasnennt. Soll das Lillas stärker in das Rotheziehen: so imprägnirt man die blaugefärbtcirZeuge mit einer schwachen Alaunauflösung, undläßt sie vor dem Färben mit Krapp durch einKuhmistbad gehen. Wir hoffen, den Band,welcher die gemischten Farben enthält, unserngeschätzten Theilnchmern recht bald mittheilenzu können, welcher durch gründliche Darstellungder Bearbeitung der Lottone viel Interesse er»halten wird.

Don dem Rothfärben des Papiers»

§. 262.

Da die Papicrfarberei überhaupt einen znWichtigen Gegenstand der Industrie und desFabrikweseus ausmacht, und besonders neuer-dings in diesem Fache der Färbekunst großeFortschritte geschehen sind, daß mehrere Papier-fabriken außerordentlich schöne Farben liefern:so dürfen wir in einem allgemeinen Handbucheder Färbekunst diesen Artikel nicht übergehen.Wir wollen vorerst von der Verfertigung desrothen Papieres handeln, und von der Berei-tung des kolorirten in der Folge reden»