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Vollständige Astronomie, oder: Sonderbare Betrachtungen derer vornehmsten an dem Firmament befindlichen Planeten und Sternen, so wohl ihren Nahmen, Bedeutung und Situation nach, als auch was etwan von einer jeden dieser sichtbaren Himmels-Kugeln vor Meynungen von verschiedenen Auctoribus geheget, und davon wahr gehalten werden: ferner: woher alle Phaenomena, Cometen und dergleichen ungewöhnliche Himmels-Zeichen ihren Ursprung nehmen ... / Eberhard Christian Kindermann
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oder der herrlichen Esnirssen - Kugel. _ 12,

wirst du erfahren. Bleib nur, liebe Vernunfft, in der Betrachtung dererWelten stehen, und verliesse dich nicht in die Möglichkeit des Baues derWelt, denn sie ist ein Wunder, in welchem einWunder das andere ge-dichtet.

Hier.möchte mich ein cmiüler Leser fragen: Wie siehet es denn aufder csnii-ikischen Erd-Kugel aus? Ich weise den Leser erstlich auf das aa-geführte Kupffer l'gb.jVUl. zum andern will ich ihm eine Beschreibungmittheilen, in so uieites dir grosse Entfernung, und meine vernunfftigenSchlüsse zulasse»." Sie hat Höhen und Dessen, folglich Berge undGründe: die Spitzen derer Berge müßen mit einer Art eines Waldesziemlich lbedecr'et seyn, denn sie scheinen, da.sonst die Spitzen der Berge,funckelnd sich darstellen, sehr dunckel und blaß, welches nicht seyn könte,wenn nicht auf den Spitzen der Berge was befindlich, so das dasigeSon-nen-Licht verschluckte. In denen Ebenen findet man keine Spuhren derWaldungen, als hin und wieder solche Flecken, welche man eher vor Seenund Wasser als Wälder halten kan, doch mcreket man derselben wenigan, wie auch die Figur zeiget, und hat die (Umen-Kugel nicht mehr alseinen eintzigcn Fleck, so man nach denen ^üronomischen Regeln vor Waldhalten kan, welcher mit s bemercket ist. In diesem Lust-Garten der Na-tur ist wohl möglich, daß die allcrherrlichsten Fruchte von denen dasigenCreaturen gefunden werden ; und daß sie gleichfalls mancherley seyn, istsehr wahrscheinlich, denn haben wir doch auf unserer Welt viel tau-senderlei) Gewächse und Früchte. Man gehe nur nach Italien, welchesdas irrdische Paradieß unserer Welt genennet wird, was findet man dain denen Waldungen nicht vor schöne und mancherley Früchte? als;. E.Citronen, Pomeranhen, Mandeln/Feigen und dergleichen: Also kan manwohl weiter schlicsscn, daß die Vortreflichkeit der dasigen Gewächse derVortreflichkeit ihres Erdbodens und ihrer Creaturen gleichet, welches et-was gantz vernünfftiges ist. Spricht nicht der 89. Psalm im StenVers:Die Himmel werden, HErr, deine Wunder pressn. Warum sprichtDavid hier, die Himmel? Er verstehet dadurch alle Himmel, das ist, alle irr-dische Lufft-und Dunst-Kugeln aller Welten. Hiob spricht auch im41.Capitel v. 2. Es ist mein, was unter allen Himmeln ist. Hier siehet jawohl ein ,eder gantz klar und deutlich, daß mehr als eine Welt in denen Creys-fin der Deffe zu finden, denn wir haben doch nur einen Dunst-und Wol-cken-Himmel, und wird hiergleichwohl von vielen geredet. Es ist alles mein,spricht GOtt, was unter allen Himmeln ist. Ferner spricht auch der 102.Psalm im 26. Verse: Die Himmel seynd deiner Hände Merck. Ferner

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