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Vollständige Astronomie, oder: Sonderbare Betrachtungen derer vornehmsten an dem Firmament befindlichen Planeten und Sternen, so wohl ihren Nahmen, Bedeutung und Situation nach, als auch was etwan von einer jeden dieser sichtbaren Himmels-Kugeln vor Meynungen von verschiedenen Auctoribus geheget, und davon wahr gehalten werden: ferner: woher alle Phaenomena, Cometen und dergleichen ungewöhnliche Himmels-Zeichen ihren Ursprung nehmen ... / Eberhard Christian Kindermann
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izr eE X. Bon dem allerschönsten Saturn.

Meilen. Endlich die fünffte A!ond-Kugel derer s^urninischen Creatoren,so in dem Cireul ^ befindlich, beträgt in ihrem grösten Circul 86420Akeilen. Warurn aber die Weißheitdes Schöpffers immer eine grösser alsdie andere erschaffen, last sich ganh wahrscheinlich daher Messen, weildoch eine immer weiter als die andere abstehen muß, um im Lauffesich selbstnicht zu hindern, darum hat die Weißheit die weiteste immer grösser er-schaffen, damit sie gleich der ersten so nahe stehet, und dem Lsturn eben soviel Licht und Glantz zuwerffen kan. O! liebe Vernunfft, bedencke nurdiese Mond-Kugeln, und halte sie gegen unsere Welt, so kanst du gar leichtsehen, daß wir auf einem solchen Planeten wohnen, der in Ansehung an-derer Kugeln gewiß sehr klein; halten wir sie aber gegen den grossen 8,-iurn selbst, so wird sie noch kleiner: denn das dürften wir nicht meynen,daß die Lskurninischen Erd-Bewohner unsere Welt sehen können, siekönnen uns nimmermehr erblicken; daß wir aber den s-turn sehen, und zuZeiten finden, verursachet seine erschreckliche Grösse: ja wenn die 8,turnikenFern-Gläser von überaus besondererKostbarkeit hätten, so würden sie unsdennoch nicht grösser als ein kleines nebelichtes,nichts zu achtendes Stern-gen finden, was würden sie von solchem beneblichten Pünctgcn glaubenkönnen? Nichts. Denn wir finden den 8seurn mit den schönsten Seh-Röhren selbst sehr klein, da er doch so groß, und wir selbst tausend mahlkleiner sind.

Meine von dem 8-wrno. seiner ausserlichen Beschaffenheit nach, zureden, fragt man billig, wie siehet die luperllcies 8gmrni aus? Antwort:Rauch, rauh, hockricht,und uneben, ein Fleck siehet dunckel, einer matt, ei-ner gar schwarh und finster, andere aber auch funcklend und blikend, undvor sich selbst ist er ein,schwacher, dicker und dunckler Cörper,seine Ober-Fläche hat Berge, Thäler, Wälder, Seen, Meere und viel unebene Ge-genden. Daß diese grosse Welt wird bewohnet seyn, ist bey denen derSache kundigen ohnstreitig. Alleine die Creaturcn gewiß zu beschreiben, istnicht möglich : wahrscheinliche Meynungen von ihnen hervor zu bringen,das gehet an, und nach dieser Meynung will ich auch von denen 8gkurni-Nischen Creatoren, jedoch ohne allen Spaß, im Ernste reden. Denn danicht zu glauben stehet, daß sie Sünder wie wir sind, so ist auch nicht zuglauben, daß sie einen solchen greifflichen Cörper, der voller Gestanck undWust, als der unsrige, haben werden, denn dieser Maden-Sack gehöretin die Zerbrechlichkeit, und das ist die Straffe der Sünden. Glauben wirnun, die ^-"urniren haben nicht gesündiget, und leben in denen ersten Um-ständen ihrer Unschuld, so können sie «x Koe funllsmento keinen uns ähnli-chen