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Vollständige Astronomie, oder: Sonderbare Betrachtungen derer vornehmsten an dem Firmament befindlichen Planeten und Sternen, so wohl ihren Nahmen, Bedeutung und Situation nach, als auch was etwan von einer jeden dieser sichtbaren Himmels-Kugeln vor Meynungen von verschiedenen Auctoribus geheget, und davon wahr gehalten werden: ferner: woher alle Phaenomena, Cometen und dergleichen ungewöhnliche Himmels-Zeichen ihren Ursprung nehmen ... / Eberhard Christian Kindermann
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<z?.xvi. Don denen FrpSternen insgemein. 249

Bewohnern jolche Winckel gemacht, daß wir den rechten Mond in die-sen dreyen spiegeln gleichfalls haben wahrnehmen können; die beydenSchwantze aber seynd.nichts anders, als eine falsche l^-pei-euilion dererMonden-Strahlen gewesen, und die mannichfarbigen Circul haben die rech-te und ;falsche .kepvreukion .verursacht, .da iden» durch die vier-fache kepersuLoa auch.M.vierfacher chunter Circul entsprungen, welchernur aus.einer Duft bestanden, worinne das rechte und falsche Spiel dererMonden-Strahlen sich hin und her gebrochen hat. Daß aber solches vonvielen Menschen gantz erschrecklich ausgeleget worden, ist bekannt.Am 2.Q May 1677 Abends um 7 Uhr bekam die Sonne einen weis-sen Crantz-b'ix. 2. ä derselbe war auswärts etwas weniger ge-

schloffen, hatte aber.innwendig eine röthliche Farbe, welche gleichfalls zurEinfassung zu dienen schiene. .Nach dem Umschweife zu sahe es düster,gegen dem Mittel-Punct aber, das ist, gegen der eingefangenen natür-lichen! Sonnen zu, hell und lichte, .in diesem Svnnen-Crantze ^.schaue-re man auf einer solchen Höhe am Horizont, so mit der Sonne 8 überein-kam,.in gcraderLinie zu. beyden weiten eine Neben-Sonne e v wovondiejenige l). gantz röthlich,und einen SchweiffL ohngefehr von 45 hatte,darannoch eine andere k befindlich war, Doch ein gutes Theil schwacher, wiedenn auch die Lust-Sonne C. viel schwacher als die röthliche o.

Ehe wir aber solches physikalisch untersuchen, müssen wir noch-eine astronomische curiose Oblei-vstion in der hier befindlichen lab xvn.kig. z. betrachten, da wir .an statt z oder 4 Sonnen, 7 Sonnen finden.Anno 1661 am ro Februar, neuen Calenders Uhr, als die Sonneum den Mittag und der Himmel überall klar befunden wurde, hat man 7Sonnen zugleich, theils weißlicht, theils bunt, theils geschwäntzt, theils ge-kreutzt, in unterschiedenen Circuln wahrgenommen. Die rechte natürlicheSonnet, war mit einem vollkommenen, mit Purpur- brauner, röthlicherund gelber Farbe auf Dkegenbogen Art-schecktirten Circul L. umschlossen ;zu beyden Seiten derselben beym Auf-und Niedergang fassen zwey Ba-stard-Sonnen L. v. welche gantz sprencklicht gefärbet waren, furnehmlichnach der rechten Sonnen zu. Diese zweyNeben-SonncnL. v. hatten dickeweißlichte Schwäntze nach dem Bogen zu., so sich am Ende zuspitzten. Umdiesen Circul ö, der die rechte Sonne eingefaffet hatte, gieng ein andererweit grösserer Creyß L. L. Kl. L. und reichte bey nahe biß an den Hori-zont selbst: von oben zuwar derselbe sehr hell an Farben; an denen Sei-ten aber ein wenig dunckler. Auf bey der Höhe lag ein umgekehrtes Bo-gen-Stück, gantz bunt, und eines trefflichen Glantzes. Mitten in dem Bo-

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