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Vollständige Astronomie, oder: Sonderbare Betrachtungen derer vornehmsten an dem Firmament befindlichen Planeten und Sternen, so wohl ihren Nahmen, Bedeutung und Situation nach, als auch was etwan von einer jeden dieser sichtbaren Himmels-Kugeln vor Meynungen von verschiedenen Auctoribus geheget, und davon wahr gehalten werden: ferner: woher alle Phaenomena, Cometen und dergleichen ungewöhnliche Himmels-Zeichen ihren Ursprung nehmen ... / Eberhard Christian Kindermann
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_ xvr. Vvn denen F ix- Sttrnen msgeme m. 2 5k

kcit, so nicht unter denen Sternen befindlich, sondern in unserer Dunst-Ku-gel hanget, durch Regen und allerhand-stürmisch Wetter herab.

Nunmehro wollen wir die Möglichkeit bey dem Schluß dieses Ca-pitels untersuchen, wie die Neben-oder Bastard-Sonnen entstehen, undein in diesen Sachen unerfahrncr ist alsdenn vermögend, sich sclbsten beyvorfallender Gelegenheit zu unterrichten, damit er nicht mit dem andernPöbel solche Dinge ansiehet, wie die Kühe ein Neu -Thor. Doch mußman auch misten, daß GOtt freylich uns Menschen manche Seichen unru-higer Zeiten durch natürliche Bilder anmercket, (die Neben-Sonnen ha-ben deßhalb auch ihre natürliche Bedeutung, nur muß man einen Unter-scheid unter bauten, und unter verursachen machen) denn so wohl derHof um den Mond, als die so genannte Ruthen, sind eine Anzeigung desRegens; aber auch wohl der Ausheilung. Ihre meiste Farbe bezeuget,.daß die Sonnen-Strahlen von einer dicken Wolckcn, die etwas dichterund gefüllter, als die flache Wolckcn, an denen man die Ruthen schauet,-zurück nach der Sonnen zu stielen, (juclicio ; ^leteorol.

42.) denn bey denen Neben-Sonnen ist die Wolcke sehr waßricht,rmd deßwegen ungleicher Dicke, bey denen Ruthen aber ist eine destowe,nigere Dunst vorhanden. Man findet zwar von denen Neben - Sonnenviel Exempel, sonderlich beym l^l>. 2 kkvllc» 8 e <3 z. klembri r.

Lsp. 6 l-4- io; 6c I2.k.ibl-. <le ?3kelii» z. 5 ;i. 6c 1"ow. 4. p. 2"o.

L ZZ2. Die falschen Bastard-Sonnen seynd nur ein Schatten - Bild derwnrckltchcn Sonne in der Tiefe, und sie siguriren sich durch Kepercuifloirderer rechten Senncn-Strahlen in unserm Luft-und Wolckcn-Himmel.Ob es gleich alles natürlich zugehet, so müssen wir Menschen doch wissen,daß GOtl durch übernatürliche Würckungen nichts mehr vorher verkün-diget, sondern der Schöpfer der Natur gebraucht auch die Natur, undwill uns durch natürliche Dinge gewarnet haben. Ob nun schon allesnatürlich, so ist doch das natürliche, welches sthr seltsam geschiehet, offtein Böthe vieler Betrübnissen; darum müssen wir nichts obenhin betrach-ten, sondern in steter Busse und Aufmereksamkeit auf sich feststen leben.

Der Himmel und die hohe tiefe Luft seynd gar zu rein, dünn undssubtil, daß sich die Sonne darinne nicht abdrucken kan, darum werden dieSchatten-Sonnen nothwendig in demjenigen Theile der Luft gebildet,wo die Dünste und Dampfe, Dufft und Wolckcn wohnen: woraus dennfolget, daß sichSie Affter-Sonnen in denen Wolckcn formiren, und solcheWolckcn erwähnter Massen cineDicke haben, gleich und feuchte seyn muf-fen, auf daß die Sonnender Mond ihr Bild ihnen eindrucken kan. Hier-

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