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Vollständige Astronomie, oder: Sonderbare Betrachtungen derer vornehmsten an dem Firmament befindlichen Planeten und Sternen, so wohl ihren Nahmen, Bedeutung und Situation nach, als auch was etwan von einer jeden dieser sichtbaren Himmels-Kugeln vor Meynungen von verschiedenen Auctoribus geheget, und davon wahr gehalten werden: ferner: woher alle Phaenomena, Cometen und dergleichen ungewöhnliche Himmels-Zeichen ihren Ursprung nehmen ... / Eberhard Christian Kindermann
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czp.xvn. Ven-men Fix-Sternen gegen Süden. 267

^'nennet worden, laäu, 6rur, bestehet aus 9 uns gantz unsichtbarenGestirnen.

Endlich schließen wir mit dem letzten 8^üemsre in Süden, welchesW Teucsch gemnnet wird Süd-Fisch, (rilci, uotiu») ist uns auch ein un-sichtbares südliches Gestirne unter dem Stcinbockeund so genannten Was-ser-Manne. Es bestehet aus i8 Sternen, (einige wollen nur 17 haben)worunter einer von der ersten, z vou der dritten, und die übrigen von dö-rren andern Grössen sind.

Nun erwäge eine menschliche Vernunft ihre eigene 8vllemsts, das-seynd nur die, so wir wissen, wie viel tausendmahl mehr seynd in der TiefeHinein, so uns wegen ihrer Entfernung gantz unbekannt. Kan eine einhigeGegend eine solche Menge Lyliemscs ausweisen, wo wird man in demgantz unersinnlich weiten Firmamentzu zahlen anfangen können? Dakan man mit Recht lagen: Kaust du die Sterne zahlen ?

Das wundersamste, so nran bey allen diesen grossen Welt-Uhren-findet, ist, daß eine ,edc Kugel oder Uhr-Rad ihren besolden: zweyfa-chen Lauf hat, einmahl um sich selbst, da es Tag und Nacht wird, das anderemahl da dieses Rad einen Lircul macht., und ein Jahr nach seiner Art zu-rücke leget. Weiter ist bewundems-würdig, daß wieder ein ganhes 87-§-m3 seine Creyß-Lausse besonders hat, und von dem neben ihm stehendenSyllemste durch ein ziemliches 8pstium unterschieden ist. So dann seyndwieder die 4 Gegenden des Firmaments, da eine jede Gegend mit vielenLyliemstibus erfüllet durch einen Raum unterschieden, welches nur denenr^gkbemsticis wahrzunehmen möglich ist. Diese entsetzliche Entfernungennun lehren und überführen uns sattsam, daß unser Fix-Stern, nehmlichunsere Sonne, mit ihrem Glantz und Strahlen nimmer dahin reichen kan,folglich diese entfernte Syliemsts ihre eigenen Sonnen haben müssen, vonVenen sie Wesen, Warme und Licht bekommen, denn wenn das nicht wä-re, würden wir nichts von ihnen wahrnehmen; da wir sie aber ebserviren,müssen sie auch ihre Erleuchtungen haben, wie man sie denn in denen ent-setzlichen Tiefen, zu Zeiten, wenn unsere Luft von Dünsten rein,recht flam-men siehet. Das Auge des Leibes siehet da am wenigsten, man muß ammeisten das Auge der Vernunft brauchen, denn die Vernunft ist ein spi-rituelles Wesen. In Summa, es ist der wahre und unsterbliche Mensch,dessen Grund in einem zeitlichen Anfange ohne Ende stehet. Doch kandieses unsichtbare Wesen,so lange es die fleisch-und beinerne l^scliiae ein-schließet, nicht in den über der Natur wohnenden Grund kommen, darin-nen ter Schöpfer aller Dinge verstanden wird, denn ob sich gleich der

L l 2, wahre