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Vollständige Astronomie, oder: Sonderbare Betrachtungen derer vornehmsten an dem Firmament befindlichen Planeten und Sternen, so wohl ihren Nahmen, Bedeutung und Situation nach, als auch was etwan von einer jeden dieser sichtbaren Himmels-Kugeln vor Meynungen von verschiedenen Auctoribus geheget, und davon wahr gehalten werden: ferner: woher alle Phaenomena, Cometen und dergleichen ungewöhnliche Himmels-Zeichen ihren Ursprung nehmen ... / Eberhard Christian Kindermann
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c^k .xvn. V on denen F ix-Sternen gegen Süden.

nen, denn die von GOTT in der Schöpfung hervorgebrachten körperli-chen Dinge und ihre Würckungen nach ihren Ursachen und Eigenschaf-ten auf eine demonstrativische Art erkennen, untersuchen, erklären, und ver-nünftig beurtheilen können, wider diejenigen, welche vorgeben, es warennur blosse Wahrscheinlichkeiten darinnen enthalten, und beruhe alles aufMuthmassungen. Wer Latein verstehet, kan hiervon weitläuftig des ehernah-lig-vortreffachen'I KeoIoZi und scharfsinnigen?hy6ci Herrn l).velilie-tionelu 6ivio» nachlesen. Doch ist kcineswegcs zu läug-

nen, daß in der Natur, wodurch ich alle dasjenige verstehe, welches GOttgleich in der allerersten Schöpfung hervorgebracht, und in selbst beliebigerOrdnung zu einem gewissen Endzweck, und nicht das geringste umsonsthergestellet,vieles angetroffen wird, welches dem ersten Ansehen nach schwer,geübten aber zu erklären nicht ohnmöglich fallt, es wäre denn, daß wir mirden 8-opkicir alles in der Welt vor ungewiß ausschrcyen oder aus Über-eilung und Vorurtheilcn vorgeben wolten. Dannenhero bleibet die astro-nomische Wissenschaft deßwegen, weil sie auf zwey gewissen Gründen, derVernunft und der Erfahrung ruhet, kräftig ; man hat sich aber freylichwohl in Acht zu nehmen, daß die Erfahrung gegründet sey, damit man nichtEinbildungen mit einmische, sondern die Vernunft wohl zu Rathe ziehe.Denn was unsere Sinnen erkenuen und die Vernunft begreift, das mußnothwendig gewiß seyn ; nur müssen beyde zusammen genommen wer-den ; denn ohne Vernunft denen Sinnen trauen, wäre einfältig, so wohlals wenn man den Gebrauch der Sinnen gcmtz bey stite sehet. Eshat aber diese Wissenschaft nicht jetzo erst angefangen, ob sie wohl in ioound mehr Jahren sehr gestiegen und zugenommen, sondern sie ist auch denAlten und ersten Menschen bekannt gewesen. Denn Adam, Mose, David,Salomon, die Weisen aus Morgen-Lande, waren alles Kenner solcherschonen Wissenschaft, und jetzo leider! seynd wenige Personen, so> sieverstehen; alles strebet nur nach eitlen Vergänglichkeiten. Darum schließeich auch dieses Capitel mit folgenden Worten:

Es bleibet ja der Erden Wust,

Das Eitele dahinten:

Gefällt dir Reichthum, Ehr und Lust,

Sieh, droben ists zu finden,