xxl. Don der Mythologie derer Gestirne ziz
/e 8. Sittcn-Sp. x. 1226. Nun komme»
wir zur dritten Frage:
z) Worzu denn die Mythologie biß jeho nutze? Der Nutzendenwir aus denen heydnischrn Fädeln ziehen, ist nicht sonderlich, als daß er sol-cher Völcker Thorheit vorstellig macht, und beraum erhalt; uns selbstaber hüten lehret, daß wir nicht in einen solchen schändlichen Aberglaubenverfallen und von dem rechten GOtt abgeführet werden. Was ist diesekurtze elende Lebens-Zeit, wenn wir nicht also leben, daß wir dort ewig le-ben können, und zwar auf eine (uns zur Zeit unbekannte) Freuden - reicheArt? O secliges Vergnügen, wer einen Blick hier in dieser Zeitlichkeit indie geistliche Welt mit dem Auge der Vernunft hinein schauen kan! Al-leine dieses Wunder-Thor stehet nur denen im Geist Neugebohrcncn of-fen. In kglltum viclent tiominer, in c^usnkuin inorriilltul' limc leculo; in«jusntum sutem knie vivunt, non viclent. lib. >. cle Ooölr. Lbriti.
cgj)^7. Der weise spricht sehr schön : k^oc kolum virtiiti gchece-
ris. ^uoci pnoprire volunrati subtraxerir. /-/«'/-r.- nili s le i^lc» clefecerir, sclDenm, gui luprs te vll, non »ppropingusbi».
Unsere astronomischen Betrachtungen gehen nun immer nach undnach zu ihrem Ende, wie alle Dinge in der Welt ihren ?erio<lum haben,und nach ihrem Ziele schreiten. Diese wenigen noch folgenden Capitelwerden Kunst-liebenden Lesern noch viel nöthiges, nützliches und gutes zusagen wissen, weil die Astronomie überhaupt so voller Wunder ist, daßmehr als hundert Bücher davon angefüllet werden könten. Die Astro-nomie zeuget von GOttes Wunder-Macht, Gewalt, Weisheit, Güte undunergründlicher Unendlichkeit, und stellet uns alle Wunder-Geschöpfe mittausendfachen Schönheiten vor Augen; denn an der Grösse des Wercks er-kennet man die Grösse des Meisters, und seine Weisheit. Wir schliessendemnach dieses Capitel mit folgenden Worten:
So ists: die Harmonie ist Ursprung aller Dinge,
Und die Gleichförmigkeit macht stärksten Lauf geringe.
Die Allmacht GOttes schafft, die Providcnh erhält;
Bey der Vergänglichkeit besteht zugleich die Welt.
Das Wasser und die Luft sind Cörper, die da zeugen,
O unzertheiliges! Vernunft, komm, lerne schweigen'
Die Himmels-Pforten sind kein solches Element,
Wie man sonst Feuer, Luft, auch Erd und Wasser nennt.
Ich sehe das, was schwer, sich allzeit abwärts neigen,
Und das, was leichter Art, leicht in die Höhe steigen.
Nr Ich