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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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43
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mit der Versass, und Beschaff, des Staats. 4z

Man würde einen wenig gegründeten EinwurfDer C,n,vorbringen, wenn man sagen wollte, daß man sowohl ma^LcbenL-das Getraide, als die Materialien zu denen Manufa-^E^undcruren von andern Völkern vor Geld erlangen kann. kaufen tön«Zu geschweige», daß davor große Geldsummen außerLandes gehen; so werden diese Dinge durch die Kostender Hcrbeyschaffung allemal vertheuret, welches denenManufacturen und Fabriken gar nicht zuträglich ist,deren guter Fortgang hauptsächlich auf den wohlfeilenPreist der Arbeitsleute und der Materialien ankommt.

W-^s aber noch mehr ist: so wird ein solches Land nie«malS genugsam gegründete Manufacturen haben. Siewerden allemal von andern Völkern abhängen undgleichsam nur Bittrveisc bestehen. Die geringstenZwistigkeiten, die dieses Volk mit andern Staaten ha.den wird, werden feine Manufacturen hemmen, st),wohl wenn andre Völker ihnen das Getraide und dieMaterialien vorenthalten, als wenn seine Feinde dessenSchiffarth stöhren. Das Beyspiel der Königin Eli»sabcth, welche die Ausfuhre der Wolle verboth, und,da sie bey diesem Verbothe standhastig beharrete, vieleNiederländische Fabrikanten aus Mangel der Mate,rialien nöthigte die Niederlande zu verlassen und sich inEngelland niederzulaßen, lehret uns, wie schlecht ge»gründet solche Manufacturen sind, die in Ansehung derMaterialien von andern Völkern abhängen. Manmuß auch befürchten, daß diejenigen Völker, welchein denen Materialien andrer Nationen arbeiten, künf»tig immer schlechter daran seyn werden. Ein jedesVolk lernet seinen Vortheil immer besser einsehen und

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