62 n. Abschnitt, vom Zusammenh. dtkManuf.
chet, daß der Staat weniger bevölkert seyn kann. EinStaat, der diel Landesproducte erzeuget- wird alle-mal am besten blühen, wenn seine Einwohner sehr-fleißig, aber wenig sparsam sind. Nur die Ver-schwendung, die mit Faulheit verknüpfte ist, schadetdem Lande. Wenn die Einwohner einer Stadt oder-Landes wenig arbeiten und doch wohl leben wollen; sohat dieses sehr schädliche Folgen, insonderheit auf dieManufaccuren, weil in einer solchen Stadt allestheuer werden muß; indem jedermann vor seine we-nige Arbeit dennoch riet Geld haben will, um seinerVerschwendung eine Genüge leisten zu können. Al-lein, wenn die Einwohner fleißig sind und dabey ver-schwenden: so hat dieses auf den Nahrungsstand undHe Manufakturen die glücklichsten Folgen, weil da-durch ein großer Zusammenfluß vou Waaren entstehetund alle Th-ile und Zweige der Gewerbe belebt wer-den, Umstände, woraus ihr blühender Zustand alleinankommt. Wenn demnach einige geglaubt haben,-daß die Accisen euch Licenten deshalb anzupreisen sind,-weil jedermann seine Sparsamkeit dabey zu starten-kommt; und es derjenige, der viel aufwendet und mit-hin viel entrichtet, sich selbst und seinem freyen WillenHeyzumessen habe: so würde ich dieses vielmehr vor ei-nen Fehler in der Einrichtung der Abgaben, als voreinen Vorzug halten. Die gerechte Gleichheit in de-nen Abgaben muß sich auf -das Vermögen und denGewinnst eines jeden Unterthan, -nicht aber auf ihreSparsamkeit oder Verschwendung gründen. ManWürd« vielmehr Ursache Habenauf Abgaben zu sinnen,
wodurch