der Manufakturen und Fabriken. 97
inlöndiüben D> ött zu befördern, wie wir in dem zwey-ten Abschnitte gezeiget haben. Wer siehet also nichr,daß die Unterstützung der Regierung vor die neuange-legten Maitusackuren und Fabriken schlechterdingsnothwendig ist.
Der große Colberk, als er die Wollen- und Sei Von Col-denmemufacturen in Frankreich in Flohr bringen wollte, dkerwählcke ein Mittel, das den glücklichsten Erfolg hakteund diese Vtanufacturen binnen gar kurzer Zeit aufmicn iu^eine verwundernöwürdige Weise in Flohr brachte.Nachdem er Reglements herausgegeben hatte, wie dieTücher und seidenen Zeuge nach ihrer Lange, Breite,Schwehre, Gürhe und übrigen Beschaffenheiten ver»fertiget werden sollten; so setzte er auf jedes StückTuch und Seidenzcug einen Louisd'or Belohnung aus,die man nach Vorschrift der Reglements verfertigenwürde. Dieses war eine solche Aufmunterung, daßman sich mit großer Begierde auf diese Manufackurenlegte; und diese Nahrungsgeschaste wurden hierdurchund durch andre gute Maaßregeln des vortrefflichenColbertS, die ich unten bey Gelegenheit erwehnen werde,binnen wenig Jahren überaus blühend. Es ist wahr,
Colbert wendete auf diese Art unermaßliche Summenaus des Königes Casten auf, um diesen Endzweck zuerreichen. Allein, indem er dargrgcn die Abgaben er-höhete; so kosteten sie dem Könige im Grunde garnichts. Er nahm dasjenige mit der einen Hand, waser mit der andern gab; und ich glaube, daß die Erhö,
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