bey Anlegung der Manuf. u. Fabriken. ,89
Gleichwie eine lebhaftige Circulation des Geldes Der Mangeldie Seele des gesamten Nahrungsstandes ist; so hat sämen^Sum-man sich schwehrlich einen blühenden Zustand derMmnusacturen und Fabriken zu versprechen, wenn es dem Geldes ikLande an einer genügsamen Menge Geldes in der Cir- Hmdermß.culation ermangelt. Diese Hinderniß ist eine der wich-kigsten, und sie ereignet sich nicht selten, ohne daß man wider:sie allemal erkennet. Jedermann ist darinnen einig,daß diese Hinderniß, die nicht allein dem Aufnehmender Manufacturen, sondern auch des gesamten Nah.rungsstandes höchst schädlich ist, gehoben werden muß.
Allein in dem Hülfsmittel diese Hinderniß zu heber>trift man eine große Verschiedenheit der Meinungenan, die wir also insbesondere betrachten müssen.
Einige stehen in den Gedanken, daß diese Hindereniß am besten durch ein Anlehn aus fremden Staaten lehn ausgehoben werden könne, und daß diese fremde im Lande Staaten,zur Circulation gebrachte Summe Geldes eben dieDienste leiste, als wenn sie dem Lande eigenthümlichz»gehörte. Allein diese Leute bedenken nicht, daß die
jährlichen Jntereßen das ohnedem schwache Capitaldes Landes immer mehr vermindern, und daß dennochendlich die ausgeborgte Summe wieder erstattet wer-den muß, wodurch hernach die Circulation des Geldesdesto mehr gehemmet und der Verfall des Nahrungs-standes desto grösser wird. Unterdessen muß ich geste-hen, daß dieses Mittel nicht ganz und gar zu verwer-fen ist. Es muß aber das allerletzte seyn, das man
ergrei-