2Z2 V. Abschnitt. Von Erhaltung
namlichhierhcr, daß sie wider alle Arten des Miß-trauens, die in dem Staate einreisten wellen, wachsamist, weil diese am meisten die Circulation des Geldeshemmen und den hohen Preiß der Capitalien verursa,chcn. Vornämlich aber muß sie nicht zulaßen, daßeine Art des Gewinnsteö im Staate einreiste, bey wel-chen man mehr Vortheil ziehen kann, als bey der Ar,beitsamkeit und beyAuslejhung der Capitalien. Wennder Staat Schulden hat; so verdienet es auch einebesondere Aufmerksamkeit, daß man kein höheres In-treste reiche, als es denen Umständen des Landes gemäßist und daß man durch den Handel mit denen Schuld-papieren des Staats nicht zu viel gewinnen kaumDas Antreffe so der Staat giebt, ist gemeiniglich dieRichtschnur vor das Privatintreste. Hier ließe sichein Fehler von Engelland zeigen, wenn es der Raumdieses ohnedem stark anwachsenden Buches gestattete.Gewisse Beschaffenheiten bey denen Schulden desStaats verursachen, daß diejenigen, so diese Schuld-papiere in Händen haben, ein ganz anderes Interessehaben, als der Landmann, der Manufacturier undder arbeitsame Theil des Volkes, so daß daraus fastzwey entgegen gesehte Partheyen entstanden sind, dieviel nachtheilige Folgen haben können, wenn man nichtin Zeiten auf eine Abänderung bedacht ist.
Die schädlichste Art des Mißtrauens ist der Man-^ gel des Credits. Wir haben zwar schon oben in dem
zweyten