-5
Von den Wollenmanufacturen.
Jedoch, wenn auch unsere Schaafzucht niemals' )lssenfall>rso weit zu verbessern wäre, daß wir eine genugsam ist die eignefeine Wolle zeugten: so würde doch dieses leine Hin-derniß seyn, unsere Wollenmanufacturen zu ihrer feinenhöchsten Vollkommenheit zu treiben. Die Engellan- kei.der machen nur die Kette, oder den eluszug an ihren „ißlcyun.feinen Tüchern von ihrer eignen Wolle ; der Eintrag, fern Wol-oder Einschlag aber ist spanische Wolle; die Hollän-der hingegen arbeiten ihre feinen Tücher ganz aus spa-nischer Wolle. Die spanische Wolle ist bis hierherüberall in den Commercien zuhaben; und man darfeben nicht befürchten, daß die spanischen Manufa-cturen so bald in einen so blühenden Zustand kommen,daß sie alle ihre Wolle, davon jährlich eine überausgroße Quantität ausgeführet wird, sämmtlich zu ver-arbeiten im Stande sind; ob es gleich allemal besserseyn wird, wenn wir diese Befürchtung haben, unduns dieses zum Antrieb dienen lassen, an eine ernstli-che und gründliche Verbesserung unserer SchaafzuchtHand anzulegen. Wenn wir das beste SortimentUnserer feinesten Wolle zur Kette, und spanische WolleZum Eintrag nehmen: so werden wir die feinsten Tü-cher und Zeuge machen können. Vielleicht lassen sichauch künstliche Mittel ausfindig machen, unsere tand^wolle viel feiner, zarter und weicher zu machen. Wahr.scheinlich sind die alcalischen Salze und eine Fettigkeitdazu geschickt. Ich habe hiervon in dem zweytenBande der öconomischcn Schriften in einer besondernAbhandlung' gehandelt. Man Mag also die Sachebetrachten, von, welcher Seite man will; so wird der
Mangel