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Von derScrumpf-wirkerey.
H. AbtheilunZ. I. Abschnitt.
eines Landes. Das Hauptwerk kommt darauf em,daß sich in jeder Gegend von etlichen Meilen ein En-rrcprenueur findet, der zu stricken auSgiebt, die Arbeitwalken, färben und zubereiten laßt, und damit imGroßen Handel treibt. Ein solcher Enkreprenneur istauf alle Art zu begünstigen, und zu befördern, ob ergleich in diesem ohnedem leicht zu bewerkstelligendenUnternehmen keine wesentliche Unterstüßung nöthighat, die bey wichtigern und schwerer zu etablirendenManufakturen nothwendiger ist.
Die Strumpfwirkerey ist heutiges Tages inTeutschland schon in so großem Flor, daß fast in al-len Landen Städte sind, in welchen sich viele hundertStrumpfwirker befinden. Es ist auch gewiß, daßin Teutschland die seidenen Strümpfe so gut gewirket,und zubereitet werden, als in Engelland und Frank-reich. Allein, in Ansehung der wollenen Strümpfebehaupten die Engellander noch immer einen sehr merk-lichen Vorzug. Sie sind nicht allein viel dauerhasti-ger; indem ei» paar englische Strümpfe gewiß zweypaar deutsche aushalten; sondern sie haben auch einviel besseres und glänzenderes Ansehen, das sich imTragen nicht verlieret. Es ist wahr, die gute engli-sche Wolle kann hierzu viel beytragen. Allein der Vor-zug kann doch nicht lediglich darauf ankommen. Mei-nes ErachtenS wird das Garn zu den Strümpfen inTeutschland viel zuwenig gedrehet; weil die Strumpf-wirker solches in der Arbeit begnemer finden. Daßhjefts hauptsächlich die Ursache ist, erhellet daraus,
weil