Von den Tuchmanufacturen. 4z
Tuch gewebten Zeuge keinen andern Unterschied, alsin der Breite, Dichtigkeit und Walke, haben.
Der Flanell wird gleichfalls als ein Tuch gear- Von den,beitet, und ist von dem Boy in nichts unterschieden, Flanell,als daß er gröber, und weniger dicht gewebet ist.Gemeiniglich wird er nur VöN einschüriger, kurzer, undgekratzter, ja wohl nur von Gerberwolle gemacht. Al-lein wenigstens sollte die Kette von zweyschüriger,langer und gekämmter Wolle seyn, da deNn der Eintragetwas schlechtere Wolle seyn könnte. Er wird nursehr wenig gewalkt, indem er nur durch die so genannteWaschwalke gehet. Engetland hat auch zeither in die-ser Art Zeugen den Vorzug behauptet. Allein werwollte zweifeln, daß wir sie nicht eben so gut Machenkönnten, wenn wir Nicht gemeiniglich unsere schlechte-ste Wolle zu diesen Zeugen anwendeten? wie denn Un-sere feinen Flanelle allemal unter deM NaMen derenglischen verkaufet werden. Unterdessen verdienendiese Zeuge, die starken Abgang finden, eine mehrereAufmerksamkeit; zumal, da man in Engelland erfun-den hat, bunte und schattirte Farben darauf zu dru-cken , welches man auch in Sachsen und andern teut-schen fanden glücklich nachgeahmet hat. Man hatnoch eine andere Art Flanell, die von dieser ganz un-terschieden ist, indem sie geköpert gewebet wird. DieseArt gehöret eigentlich zu der folgenden Classe tucharti-ger Zeuge« Er ist viel bauet hastiger, als der jetztbeschriebene. Zu der Kette Nimmt Man die feinestegekämmte Wolle, die drall gesponnen ist, und der Ein-trag