z6 II. Abtheil. I. Abschli. II. Hauptst.'
Schäften und zwey starken Schlägen gearbeitet; undindem der eine Schaft immer in die Höhe springt, sokommen dieStreifen und Blumen nur auf einer Seitezu liegen, die desto bester in das Auge fallen, weil derEintrag zart, und gemeiniglich nur Perl - oder Silber-farben ist, welcher der Lebhaftigkeit der andern Farbennichts benimmt. Diese Calamanke werden in Berlin,in Gera und verschiedenen andern Städten Teutschlan-des schon sehr schön gemacht. Wenn die engelländi-schen noch einigcn Vorzug behaupten: so bestehet er inder Feinheit und Gleichheit der Fäden und in verbessernAppretur, Dinge, die bey uns durch gute Reglementsund Beschauanstalten bald zu bewirken wären.
Don Der Calmand oder Calaminke ist ein bald ein-Ealmand. s^Higter, bald gewölkter, bald geblümt gestreifterZeug, der in den Niederlanden eben so häufig, als derCalamank bey uns, gebrauchet wird. Er ist auch vondem Calamank in nichts unterschieden, als daß er ei-nen kreuzweislaufenden Aufzug hat, und daß er wel>glänzender ist, wenn er auch gleich nur von purer Wolleist. Denn man macht diese Zeuge auch häufig, daßder eine Faden in dem Auszuge aus Seide bestehet, diedenn noch bester in das Auge fallen.
Don wol- Hierher gehören auch alle wollene Damaste undlenm Da- andere geblümte wollene Zeuge, die man vermöge ei-ner Nachahmung von den seidenen Zeugen zu verfer-tigen pfleget. Sie werden gemeiniglich zu den Cala-manken gerechnet, und komme» auch in Ansehung der
Wolle,